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"Das ist nicht, wer wir sind"

Kristen Stewart kritisiert hartes Vorgehen von ICE in Los Angeles

Kristen Stewart meldet sich mit deutlichen Worten zur aktuellen Einwanderungspolitik in den USA. Im Interview kritisiert die queere Schauspielerin die Präsenz der Behörde ICE in ihrer Heimatstadt scharf.


Kristen Stewart hat sich mit deutlichen Worten zum Vorgehen von ICE zu Wort gemeldet (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
  • 1. März 2026, 06:14h 2 Min.

Schauspielerin Kristen Stewart (35) hat sich mit einem eindringlichen Appell gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE zu Wort gemeldet. Im Interview mit "Architectural Digest" positionierte sich die gebürtige Kalifornierin klar gegen deren Präsenz in Los Angeles und anderen US-Städten und kritisierte die aktuelle politische Lage in ihrer Heimatstadt scharf.


Auf die Frage, was ihr das Herz brechen würde, wenn es aus Los Angeles verschwände, nannte Stewart die Gemeinschaft der Einwanderer*innen als ebenso essenziell für die Identität der Stadt wie die Filmindustrie oder die berühmte Fast-Food-Kultur. Sie zeigte sich tief erschüttert über die aktuelle Entwicklung und die Auswirkungen auf das soziale Gefüge.

"Ich ertrage den Gedanken nicht, dass die Kultur demontiert wird, die mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin", erklärte Stewart im Interview. "Das ist völlig bedeutungslos angesichts der Tatsache, dass das Leben von Menschen komplett ausgegraben, entwurzelt und zerstört wird – das ist nicht, wer wir sind."

Protestwelle nach tödlichen Schüssen

Die queere Schauspielerin betonte zudem, dass sie sich derzeit kaum mit dem Ort identifizieren könne, aus dem sie stamme. Sie stellte die drängende Frage nach der Verantwortung der Privilegierten: "Machen wir Filme darüber? Werfen wir unser ganzes Geld darauf? Hören wir auf, tagsüber Burger zu kaufen? Was tun wir dagegen?" Für sie stehe fest, dass ein Los Angeles ohne die Vielfalt all seiner Bewohner*innen schlichtweg nicht existiere.

Stewarts Engagement erfolgt vor dem Hintergrund einer Serie tragischer Ereignisse, die landesweit für Empörung und Proteste gesorgt haben: Am Silvesterabend wurde Keith Porter Jr., ein US-Bürger und Anwohner aus LA, von einem ICE-Beamten außer Dienst erschossen. Im Januar lösten Schüsse auf Renee Good und Alex Pretti durch ICE in Minnesota heftige öffentliche Proteste aus. Im Februar kam eine Frau aus Savannah, Georgia während einer Verfolgungsjagd unter Beteiligung der Einwanderungsbehörde ums Leben.

Kristen Stewart investiert in die Gemeinschaft

Trotz ihrer Kritik an der aktuellen Lage investiert Kristen Stewart weiterhin in die Zukunft ihrer Heimatstadt. Vor kurzem erwarb sie das historische Highland Theatre. Ihr Ziel ist es, das 100 Jahre alte Gebäude wiederzueröffnen und es als kulturellen Anlaufpunkt für die gesamte Gemeinschaft zu erhalten. Damit setzt sie ein praktisches Zeichen für den Erhalt lokaler Kultur in Zeiten des Umbruchs. (cw/spot)

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