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Vom Kirchenchor zur Pride-Bühne

Oke eröffnet die CSD-Saison 2026

Die neue EP "Alter-Ego" des queeren, in Nigeria geborenen und in Luxemburg lebenden Künstlers Oke arbeitet mit mehreren Personas und setzt sich mit Themen wie Identität, queere Sichtbarkeit, Liebe und Selbstermächtigung auseinander.


Oke als Stella (Bild: Pressure Artist Talent)
  • 2. März 2026, 03:24h 3 Min.

Immer noch sind offen queere Schwarze Musiker*innen eine Seltenheit – das liegt nicht zuletzt an der doppelten Angriffsfläche hinsichtlich Diskriminierung. Umso schöner, wenn junge Artists wie der in Nigeria geborene, aber in Luxemburg lebende Oke besonders progressiv mit ihrer Sexualität umgehen. Auf seiner neusten EP "Alter-Ego" (Amazon-Affiliate-Link ) wird das gleich dreifach Thema.

Auch wenn die CSD-Saison noch etwas weit entfernt scheint, so lohnt es sich jetzt schon den 2000 geborenen Khalid Oke – kurz Oke – auszuchecken, schließlich ist er bereits wie im Vorjahr für einige große Prides als Live-Act angekündigt. Dort gibt es dann die drei Songs, die seine gerade erschienene neue EP ausmachen, nicht nur zu hören, sondern sicherlich auch zu spüren. Wie der Titel es schon andeutet, befasst sich "Alter-Ego" mit unterschiedlichen Facetten des Musikers, die er selbst als außergewöhnlich persönlich beschreibt.

Afro-Beats, R'n'B und poppige Electro-Sounds


Die EP "Alter-Ego" ist am 20. Februar 2026 erschienen

Musikalisch setzt sich das mit nicht einmal neun Minuten äußerst knackig-kurze Erlebnis aus Afro-Beats, R'n'B und poppigen Electro-Sounds zusammen, die dank eingängiger Hooks sehr schnell greifbar wirken. Als Inspiration erwähnt Oke einerseits die Spiritualität der Yoruba, eines westafrikanischen Volkes aus über 30 Millionen Menschen, zu dem er bis zu seinem achten Geburtstag gehörte, bevor es dann für ihn nach Luxemburg ging. Andererseits spielt aber natürlich sein queeres Selbstverständnis eine starke Rolle, ebenso seine komische Vorstellungskraft.

Als Opener geht "Born In The Wild" direkt in die Beine und wirkt wunderbar sphärisch. Hier steht der Charakter Ori im Fokus – ein Wesen, das in einer Welt aufwuchs, die pures Überleben forderte, so vom Schicksal geformt wurde und nun vollends ausbricht. "Like a phoenix from the ashes" singt Oke und löst auch bei den Zuhörer*­innen eine empowernde Stimmung aus. Die weichen Vocals hüllen einen angenehm ein.


Oke als Darius

In "Together" lernen wir hingegen Darius kennen, der flirty und romantisch daherkommt. Schnell werden Assoziationen zu dem Überhit "Wake Me Up" von Avicii erkennbar, was wirklich keine schlechte Parallele ist. "Together" klingt nach Aufbruch, Zusammensein und Party. Sich selbst zu schätzen, rauszugehen, mutig zu sein und die Liebe mit offenen Armen zu begrüßen. Auch das geschieht mit treibenden Rhythmen und Power-Chorus.

Kick-off-Song für eine niemals enden wollende Nacht

Abgerundet wird das Dreiergespann mit der Figur Stella Ross und dem Track "Sensational". Stella ist eine Revolutionärin und ihr eigener Boss. Sie ist wild, feminin und möchte denen, die sie zuvor eingesperrt und limitiert haben, den Mittelfinger zeigen. So ist das Lied Retro-70s-Disco mit sexy Frauen-Backgroundchor und der Kick-off-Song für eine niemals enden wollende Nacht am Wochenende.

Direktlink | Visualizer zur Single "Sensational"
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Oke hat in Nigeria bereits als kleiner Junge den Kirchenchor besucht. Das hat für eine super Basis gesorgt, seitdem ist er musikalisch gewachsen. Mittlerweile gehört er aktuell zu den meistgestreamten Acts Luxemburgs. "Alter-Ego" ist ein schneller, aber dafür auch ohne Gramm Fett sehr runder Wirbelwind an poppigen Songs, die ganz sicherlich auf den CSD-Bühnen gut funktionieren werden und anschließend den Weg in die Playlists der Besucher*innen finden.

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