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https://queer.de/?5709
  • 05. Oktober 2006 6 1 Min.

Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg fordert in einem "Fünfjahresplan zur Lesben- und Schwulenpolitik in Berlin" ("Agenda 2011") die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. "Die Zeit ist reif für 'Gay Mainstreaming'", schreibt der LSVD. Darunter versteht der Verband die "Übertragung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen in das alltägliche Leben". Im acht Punkte umfassenden Programm wird neben der Öffnung der Ehe gefordert, Vertreter von Lesben- und Schwulenverbänden in mehr Gremien zu installieren (z.B. im Rundfunkrat), junge Homosexuelle besser zu unterstützen, sowie mehr gegen Gewalt gegen Schwule und Lesben zu tun. Zudem sei in der Integrationspolitik mehr Dialog und Aufklärung nötig. Als letzten Punkt nennt der LSVD die Förderung einer "Erinnerungskultur und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum", die mit dem Homo-Mahnmal in Berlin begonnen wurde. (dk)

-w-

#1 Trulla TranseAnonym
  • 05.10.2006, 15:08h
  • Wenn ihr Schwulen alle in den Mainstream geht, dann haben wir Drag Queens wohl ausgedient, oder wie oder was? Dann ist Trulla aber traurig, sehr, sehr, sehr traurig!
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#2 SvenAnonym
  • 05.10.2006, 17:08h
  • Gleichberechtigung und auch die anderen Forderungen finde ich sehr gut.

    Nur mit diesem "Gay Mainstreaming" hab ich da so meine Probleme. Vorallem da momentan alls schwulen "hetero" aussehen wollen (kein Mensch kann sagen, was das ist, wo derzeit die Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwinden und alte Rollen und Kleiderordnungen langsam verschwinden). Man schaue sich nur mal die Hetero-Männer an, wie die aufeinmal alle mit dem Arsch wackeln, mit Ringen, Schminke und ROSA Klamotten! Also so hetero will momentan irgendwie kaum ein Schwuler aussehen.
    Wollen die Schwulen nun wieder die alte Rollenaufteilung?

    Dieses dämliche Mainstream-hinterhergerenne ist eh total bescheuert, weil jeder mit Persönlichkeit lieber er selbst sein sollte. Wofür wurde denn Jahre lang gekämpft? Für Individualismus! Aber der wird nun für den Mainstream weggeworfen. Ja Menschen, die individuell sind werden schon fast gemobbt.
    Früher konnte man jedem Menschen an seiner Kleidung seinen gesellschaftlichen Status und seinen Beruf ansehen. Heute ist das glücklicherweise nicht mehr so. Doch das "Glücklicherweise" ändert sich langsam in ein Leider. Denn inzwischen scheinen die Statusunterschiede nicht durch Individualismus, sondern durch Uniformität der gesamten Gesellschaft abgelöst zu werden.

    Also wie gesagt, die Ziele find eich sehr gut, nur die Wortwahl ist äußerst dämlich!
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#3 antosAnonym
  • 05.10.2006, 17:53h
  • @ sven

    "Früher konnte man jedem Menschen an seiner Kleidung seinen gesellschaftlichen Status und seinen Beruf ansehen. Heute ist das glücklicherweise nicht mehr so. Doch das "Glücklicherweise" ändert sich langsam in ein Leider. Denn inzwischen scheinen die Statusunterschiede nicht durch Individualismus, sondern durch Uniformität der gesamten Gesellschaft abgelöst zu werden."

    Wer mit offenen Augen und dem Wissen um die feinen Unterschiede durch seine Umgebung läuft, kann selbstverständlich auch heute noch den gesellschaftlichen Status am Habitus der betreffenden Personen ablesen. Und der von dir ersehnte Individualimus ist seit langem da, wo er herkommt: bei den Leuten, die sich ihn leisten können.
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