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- 05. Oktober 2006 1 Min.
Los Angeles (queer.de) - Eine Anti-HIV-Anzeigenkampagne des "L.A. Gay and Lesbian Center" ist landesweit auf Kritik von Homo-Aktivisten gestoßen. Auf Plakatwänden und in Magazinen in und um Los Angeles wirbt die Gruppe mit dem Satz "HIV ist eine schwule Krankheit" für mehr Safer Sex. Lorri Jean, Vorsitzende des Gay and Lesbian Center, begründet die Kampagne damit, dass drei Viertel der Infektionen im Landkreis Los Angeles schwule und bisexuelle Männer betreffe - dabei stellten sie gerade einmal sieben Prozent der Bevölkerung. In letzter Zeit sei mehr Präventionsarbeit in anderen Gruppen gemacht worden, so dass in der Homo-Szene das Thema Aids nicht mehr präsent sei. "Wir haben HIV erfolgreich vom Wort 'schwul' abgekoppelt, dass wir nicht einmal mehr wissen, wie sehr wir betroffen sind", so Jean. "Wir haben in den vergangenen 25 Jahren gelernt, dass wir die Wahrheit sagen müssen, um gegen diese Seuche zu gewinnen. Dabei ist egal, wie unbequem diese ist." Homo-Organisationen kritisieren landesweit, dass diese Kampagne zur Ausgrenzung von Schwulen beitrage. So fürchtet die Gruppe "Erase the Hate", dass homophobe Organisationen dadurch Zulauf erhielten - und mehr Schwule durch "Therapien" versuchen würden, heterosexuell zu werden. (dk)
Links zum Thema:
» Kampagnen-Site (auf Englisch)















Tatsache ist: Gegenüber dem Anteil an der Gesamtbevölkerung machen Schwule einen überwältigenden Anteil bei den HIV Infektionen aus. Da nutzt kein aber aber aber die Heten und Fingerzeigen, es ist so!
Die Gründe kennt jeder: als schwuler Mann kann ich mich wenn ich möchte jeden Tag mit einem anderen Mann ins Bett legen. Mit 23 habe ich zumindest mehr Sexpartner gehabt als die meisten Heteros in ihrem ganzen Leben. Trotz Safer Sex habe ich bei meinem ersten HIV Test mit den Knien geschlackert. War nicht vielleicht doch ein faules Ei dabei? Zum Glück nicht.
Es ist eben einfach ein statistisches Spiel: Wer hat ein höheres Risiko? Der Hetero, der im Jahr eine Handvoll Frauen rumkriegt (die vielleicht selbst kaum einen Typen rangelassen haben) oder der Schwule in Köln der sich jede Woche einen anderen aussuchen kann.
Gegenbeispiele gibst es immer: der Hetero, der sich durch alle Clubs poppt, der Schwule in der festen Beziehung.
Auch die hohe Ansteckungsrate in schwulen Beziehungen ist ja teils verständlich. Weniger treu sind Schwule bestimmt nicht, aber sie werden permanent auf die Probe gestellt.
Der Hetero in fester Beziehung findet wohl nur selten eine Frau die er "mal so eben" abends flachlegen kann, der Schwule muss dafür nur in die szene oder online gehen. Die Versuchung lockt permanent.
Ebenfalls ein "Problem": Verhütung
Ein HeteroFreund von mir ist ziemlich "umtriebig" würd ich es mal nennen :-) nur: ohne Gummi geht bei ihm nichts, aber dabei gehts nicht nur um HIV sondern er hat einfach schiss dass ihm da mal eine einen Braten in die Röhre schiebt oder eine 16 jährige die Pille falsch genommen hat.
Analverkehr, den zwar auch viele Heteros betreiben aber Homos eben deutlich häufiger, hat zudem auch ein deutlich höheres Übertragungsrisiko als vaginaler.
Niemand will oder könnte überhaupt erwachsenen Menschen ihre Sexualgewohnheiten vorschreiben. aber man sollte sich seines Risikos bewusst sein! Denn auch hier gilt: die Masse machts, und dann gehts nach dem Schneeballsystem weiter: ein HIV positiver im Darkroom.....