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Kleine Anfrage von Maik Brückner

Expertenkommission tagt ohne Sexarbeiter*­innen

  • 10. März 2026, 08:53h 1 Min.

Maik Brücker ist queerpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag (Bild: Die Linke)

Die unabhängige Expertenkommission zur Verbesserung des Schutzes von Prostituierten hat seit ihrer Arbeitsaufnahme am 24. November 2025 bislang noch keine Sexarbeiter*­innen eingeladen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Bundestags­abgeordneten Maik Brückner (Linke) hervor, die queer.de vorliegt.

"Die Geschäftsordnung der unabhängigen Kommission sieht eine 'besondere Beteiligung' von Prostituierten, Personen, die aus der Prostitution ausgestiegen sind und Betroffenen von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung und deren Selbstvertretungsorganisationen vor", räumt der Parlamentarische Staatssekretär Michael Brand (CDU) ein. Gleichzeitig stellt er klar: "Die Themen der Anhörungen liegen in der Entscheidung der unabhängigen Expertenkommission."

In einer ersten Reaktion warf Brückner der Kommission fehlende Glaubwürdigkeit vor. "Der sogenannten 'Prostituiertenschutz-Kommission' gehört keine einzige Person aus der Sexarbeit an", kritisierte der queerpolitische Sprecher der Linksfraktion gegenüber queer.de. "Ein Vierteljahr nach Beginn ihrer Arbeit hat die Kommission keine Sexarbeitenden eingeladen, obwohl die Einbeziehung dieser ihr nach eigener Aussage ein besonderes Anliegen ist."

Der Bundestags­abgeordnete erinnerte daran, dass die Kommission innerhalb von zwölf Monaten gesetzliche Maßnahmenvorschläge vorlegen soll. "Wenn sie zumindest ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden will, muss sie langsam mal die Hufe schwingen", so Brückner. (mize)

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