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  • 11. März 2026, 11:54h 2 Min.

Symbolbild: Knapp die Hälfte erfolgte im Internet (Bild: ChatGPT)

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat erneut Tausende neue Fälle von Hass­kriminalität registriert, knapp die Hälfte davon im Netz. Die Zentralstelle Hass­kriminalität verfolgte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr insgesamt 5.460 Fälle, in denen Menschen wegen ihrer Religion, sexuellen Orientierung oder politischer Arbeit angegriffen wurden. 2.596 dieser Vorgänge erfolgten im Internet, wie der stellvertretende Leiter Johannes Ploog der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage sagte.

Die Ermittlungen der Zentralstelle richteten sich nach den Angaben gegen insgesamt 3.520 Menschen, die namentlich bekannt waren (2024: 4.111). Damit konnten weiterhin deutlich mehr als die Hälfte der Fälle einem möglichen Täter oder einer möglichen Täterin zugeordnet werden.

Insgesamt blieben die Zahlen weiterhin auf einem relativ hohen Niveau, erklärte Ploog. Im Vergleich zum Jahr 2024 wurden jedoch deutlich weniger Vorfälle registriert. Damals wurden insgesamt 7.186 Fälle erfasst – 1.255 Fälle mehr als im Vorjahr (2023: 5.931).

Als eine mögliche Erklärung für den Rückgang der Verfahren nannte der Jurist weniger Anzeigen aus dem politischen Umfeld. Im Jahr 2024 habe es ein "extrem steigendes Anzeigeaufkommen" gegeben aufgrund gezielter Recherchen im Netz. Dies sei spürbar zurückgegangen.

Die Zentralstelle Hass­kriminalität gibt es seit September 2020. Sie war nach den Anschlägen in Halle und Hanau entstanden. Mit ihr sollen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Anfeindungen besser bekämpft werden können.

Die Berliner Polizei stellt heute ihre Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vor und wird dabei auch Zahlen zu politischen Straftaten von Extremisten nennen. Die Statistiken bei der Staatsanwaltschaft und der Polizei werden aber unterschiedlich geführt, so dass die Angaben nicht vergleichbar sind. (cw/dpa)

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