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"Ku'damm 77"

Familiendrama zwischen Aufbruch, Repression und alten Wunden

Die vierte Staffel der erfolgreichen ZDF-Familiensaga "Ku'damm 77" um die Tanzschule Galant in Berlin, in der auch von der staatlichen Verfolgung schwuler Männer erzählt wird, ist jetzt auf DVD erschienen.


Im Zentrum von "Ku'damm 77" steht einmal mehr das Ringen der Schöllack-Frauen um Zusammenhalt, Selbstbestimmung und ihren Platz in einer Gesellschaft im Umbruch (Bild: LEONINE Studios)
  • 14. März 2026, 04:12h 2 Min.

"Ku'damm 77" setzt die mehrfach ausgezeichnete Miniserie um die Familie Schöllack fort und verlagert die Handlung ins Berlin des Jahres 1977. Drei Generationen der Familie leben inzwischen in der Wohnung über der Tanzschule "Galant" am Kurfürstendamm. Während Monika und Helga mit ihren eigenen Konflikten ringen, kehrt Eva nach 14 Jahren im Gefängnis zurück – und bringt das ohnehin fragile Familiengefüge erneut ins Wanken.

Eine Gesellschaft im Umbruch


"Ku'damm 77" ist als DVD, Blu-ray und digital erschienen

Im Zentrum steht einmal mehr das Ringen der Schöllack-Frauen um Zusammenhalt, Selbst­bestimmung und ihren Platz in einer Gesellschaft im Umbruch. Zwischen Streit, Versöhnung und leidenschaftlichen Beziehungen erzählt "Ku'damm 77" von familiären Bindungen ebenso wie von den politischen und sozialen Spannungen der Zeit. Eine besondere Rolle spielt dabei Wolfgang von Boost, der Vater von Friederike, der in Ostberlin lebt. Dort wird seine Homosexualität von der Stasi als Druckmittel benutzt, um ihn zur Mitarbeit als Informant zu zwingen.

Regie führte Maurice Hübner. Die Drehbücher entstanden erneut nach einer Idee von Annette Hess, die bereits mit "Weissensee" ein Gespür für zeithistorische Stoffe und vielschichtige Figuren bewiesen hat. "Ku'damm 77" verbindet persönliche Schicksale mit Zeitgeschichte und knüpft damit an die Stärken der vorherigen Teile an.

Zum Ensemble gehören erneut Sonja Gerhardt, Claudia Michelsen, Maria Ehrich, Emilia Schüle, August Wittgenstein und Sabin Tambrea. Neu dabei sind unter anderem Carlotta Bähre, Marie Louise Albertine Becker, Massiamy Diaby und Florian Stetter.

Schon "Ku'damm 56", der erste Teil der Reihe, wurde vielfach ausgezeichnet und unter anderem für den Grimme-Preis sowie den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Auch "Ku'damm 77" (Amazon-Affiliate-Link ) setzt auf präzise gezeichnete Figuren und die Verbindung von Familiengeschichte und Zeitkolorit. Daraus entsteht ein Drama, das persönliche Brüche und gesellschaftliche Verwerfungen eng miteinander verknüpft. (dd/pm)

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