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TV-Spektakel

Eurovision Song Contest expandiert nach Asien

Die Gerüchte haben sich bestätigt: Am 14. November sollen mindestens zehn Länder an dem ersten Wettbewerb in Bangkok teilnehmen.


Logo, Style und Slogan des asiatischen Wettbewerbs scheinen sich am europäischen Vorbild zu orientieren

Pünktlich zu seiner 70. Ausgabe im Mai in Wien wird es erstmals eine asiatische Ausgabe des Eurovision Song Contest geben: Wie die European Broadcasting Union (EBU) in der Nacht bekannt gab, soll die erste länderübergreifende Expansion des Wettbewerbs am 14. November in Bangkok abgehalten werden.

"Der Eurovision Song Contest schlägt nun ein neues Kapitel in Asien auf, geprägt von der Vielfalt, Kreativität und kulturellen Identität der Region und gegründet auf dem gleichen Geist, der den Wettbewerb schon immer definiert hat: United by Music", so die ESC-Webseite mit Verweis auf den aktuellen Slogan des Contests.

Zehn Länder mit teils starken TV-Partnern wie Channel 3 in Thailand (einem Privatsender) hätten bereits zugesagt, neben dem Gastgeber handelt es sich um Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, Südkorea, Vietnam und die Philippinen. Weitere würden folgen, so die EBU.

Nationale Vorentscheide und Finale in einer Metropole

Der Contest bringe Länder mit über 600 Millionen Einwohner*innen zusammen. Da es derzeit keine vergleichbare panasiatische Plattform gebe, "dürfte er zu einem der meistdiskutierten Unterhaltungsereignisse der Region werden". In den kommenden Monaten würden die nationalen TV-Sender Vorentscheide in ihren jeweiligen Ländern abhalten.

"Bangkok, die Gastgeberstadt, wo Tradition und Moderne nahtlos ineinander übergehen, bietet den idealen ersten Austragungsort für einen Wettbewerb, der auf Vielfalt und Austausch basiert", so die EBU. "Hier entsteht eine neue, gemeinsame Bühne, auf der Kulturen aufeinandertreffen, Stimmen Gehör finden und sich kreative Communities über Grenzen hinweg vernetzen." Thailand und seine Hauptstadt gelten zudem als weltoffen und queerfreundlich, die Metropole, deren Szene und Parties queere Menschen aus ganz Asien lockt, bewirbt sich gerade um den World Pride 2030.

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Auf den American folgt der Asian Contest

Pläne für einen asiatischen Wettbewerb nach Eurovision-Vorbild hatte es bereits mehrfach gegeben, zuletzt vor rund zehn Jahren unter Führung des australischen Senders SBS, der auch am europäischen Contest teilnimmt. Die Pläne hatten aber zu nichts geführt. 2022 hatte einmalig ein American Song Contest stattgefunden, auf die USA beschränkt (queer.de berichtete).

Das Finale des diesjährigen Originalwettbewerbs findet am 16. Mai in Wien statt. Nach dem Sieg von JJ im letzten Jahr ist Österreich am Zug. Bereits am 12. und 14. Mai werden die Halbfinals abgehalten, bei dem ersten darf Deutschland abstimmen und – direkt für das Finale gesetzt – auch noch außer Konkurrenz auftreten. Der Jubiläumsjahrgang ist von einer eskalierten Diskussion um die Teilnahme Israels überschattet: mehrere Länder boykottieren den ESC in diesem Jahr, darunter etwa die Niederlande und Spanien (queer.de berichtete). (cw)

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