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Washington (queer.de) - Ein schwuler ehemaliger Kongressbote hat ausgesagt, er habe mit dem Kongressabgeordneten Mark Foley erst mit 21 Jahren eine Affäre gehabt. Er erzählte der "Los Angeles Times", während seines Praktikums sei Foley "kokett" gewesen, habe aber körperlichen Kontakt stets vermieden. Die Kongressboten hätten stets über Foleys "überfreundliches Verhalten" getratscht, hätten sich aber nie darüber beschwert.
Schwuler Republikaner wusste seit 2000 von Vorwürfen
Einem Bericht der "Washington Post" zufolge hat im Jahre 2000 der einzig offen schwule Kongressabgeordnete der Republikaner, Jim Kolbe aus Arizona, von den Vorwürfen gegen seinen Kollegen gewusst. Ein Bote hätte Kolbe ein Chat-Protokoll gezeigt, das der Minderjährige als "ungemütlich" empfunden habe. Eine Sprecherin Kolbes bestätigte das und gab an, Kolbe habe damals mit Foley ein ernstes Wort geredet.
Kongress befragt Praktikanten
Der Foley-Untersuchungsausschuss hat damit begonnen, Praktikanten nach ungebührlichem Verhalten Foleys zu befragen. Nach Angaben von Ginny Brown-Waite, der republikanischen Ausschuss-Vorsitzenden, hätten sich alle Jugendlichen aber nur positiv dem ehemaligen Abgeordneten gegenüber geäußert.
Mehrheit der Bevölkerung fordert Rücktritt des Kongress-Präsidenten
Eine Umfrage von "CBS News" und "New York Times" zufolge glauben vier von fünf Amerikanern, dass die republikanische Parteiführung die Verschleierung der Vorfälle wichtiger war als das Wohlergehen der jugendlichen Boten. 46 Prozent fordern den Rücktritt von Kongress-Präsident Dennis Hastert, 26 Prozent lehnten das ab. Hastert hatte bereits seit über einem Jahr von den Vorwürfen gewusst, aber nichts unternommen.
Vermischung der Themen Homosexualität und Pädophilie
Derweil verdammen konservative Kommentatoren die Homosexualität des Republikaners und versuchen, Schwulsein mit Pädophilie in einen Topf zu werfen. Foley habe "das getan, was Schwule nun mal so tun", argumentierte beispielsweise Fernsehprediger Pat Robertson, der einst in den republikanischen Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur höchst erfolgreich war. Foley ist vor knapp zwei Wochen zurückgetreten, nachdem bekannt geworden ist, dass er mit Minderjährigen erotische Chats geführt hatte (queer.de berichtete). (dk)

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22.09.08 | Politik - International
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#1 SaschaAnonym
  • 10.10.2006, 15:27h
  • Und einmal mehr bestätigt sich, dass dieser "Skandal" nur deshalb ein Skandal ist, weil es sich um einen homosexuellen Abgeordneten handelt.

    "Überfreundliches" Verhalten von männlichen Abgeordneten gegenüber PraktikantINNEN würde jedenfalls ganz bestimmt niemand als "Skandal" einstufen...

    Und was den Chat angeht: Niemand wird dazu gezwungen, mit irgend jemandem im Internet zu chatten, oder?!
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#2 hwAnonym
  • 10.10.2006, 15:47h
  • dialektik !!!! wenn alles gut läuft ist foley ein heißer kandidat für den homo-orden wider willen....hoffentlich setzten nicht allzu viele demokraten auf gay-bashing.

    E-Mail-Skandal
    Stimmenfang mit Schwulenhatz
    Der Wahlkampf wird zur Schlammschlacht - inklusive einer Hexenjagd auf Schwule.

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-441676,00.html

    "Die Jagdsaison auf schwule Republikaner", fürchtet die Aktivistin Hilary Rosen, "hat begonnen."
  • Direktlink »
#3 JanAnonym
  • 10.10.2006, 20:34h
  • Mmm, das ist eben das Problem, wenn
    man sich in so einer Partei engagiert. Gay
    und GOP passt einfach nicht zusammen.
    Hätte er früher erkennen können. Ich
    glaube aber (auch hierzulande) die
    Politiker nehmen jede Partei. Die gucken
    einfach wo sie Karriere machen können.
    Inhalte interessieren da nur an 2. Stelle.
    Ulla Schmidt hats erst bei den
    Kommunisten probiert. Da hats nicht
    geklappt. Egal - weiter zur SPD. Schlily
    erst grün, jetzt rechtsaußen. Seehofer
    immer noch CSU, macht aber Politik der
    Grünen. Geißler und Blüm in der CDU,
    aber eigentlich bestenfalls SPD. Man
    kann die Liste endlos fortsetzen. Schön,
    dass die Prinzipien haben ;-)
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