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Projekt "Trans*power"
Niedersachsen: 1,5 Millionen für Studie zur Gesundheit von trans Menschen
- 3. April 2026, 14:01h 2 Min.
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Universitätsmedizin Göttingen wollen mithilfe einer Studie herausfinden, wie es um die gesundheitliche Versorgung von trans Menschen in Deutschland bestellt ist. Für das Projekt "Trans*power" sollen Erfahrungen und Bedürfnisse von trans Personen und medizinischen Fachleuten ausgewertet werden.
"Für trans* Personen gibt es deutliche Mängel und Zugangsbarrieren bei der medizinischen Versorgung – das belegen jedenfalls internationale Studien", heißt es in einer Mitteilung der MHH vom 31. März. "Doch wie sieht die Situation in Deutschland aus? Vor welchen Herausforderungen stehen trans* Personen in unserem Gesundheitssystem? Und inwiefern sind Versorgende für die trans*Versorgung geschult?" Diese und weitere Fragen sollen mit der Studie beantwortet werden.
"Trans* Personen sollten eine auf ihre spezifischen gesundheitlichen Bedarfe zugeschnittene Versorgung ohne Diskriminierung und ohne Zugangsbarrieren erhalten können", erklärte Projektleiterin Prof. Dr. Stephanie Stiel vom MHH-Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin. Aus den Ergebnissen der Studie wollen die Forschenden konkrete Handlungsempfehlungen und Leitlinien für Versorgende entwickeln. "Mit unserer Studie wollen wir für das Thema sensibilisieren und dazu beitragen, dass sich die Versorgungssituation für trans* Personen insgesamt verbessert", so Stiel.
Die Studie startete im Oktober 2025 und läuft noch bis September 2029. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert sie laut MHH mit 1,5 Millionen Euro aus Mitteln des Programms "zukunft.niedersachsen". (cw)















