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Toxische Abhängigkeiten
Sommer der schlafenden Hunde
Wir verlosen fünfmal den neuen Roman von Laura Dürrschmidt über eine zerstörerische Dreiecksbeziehung, queeres Begehren und die langen Schatten der Vergangenheit.

"Sommer der schlafenden Hunde" verbindet düstere Spannung mit einer präzisen Beobachtung von queerer Nähe, jugendlicher Selbstermächtigung und emotionaler Verwüstung (Bild: OpenAI)
- 8. April 2026, 09:47h 3 Min.
"Hassliebe, hat Trice mal gesagt. Ich hassliebe dich mehr als mein Leben." Schon dieser eine Satz steckt das Kraftfeld ab, in dem sich Laura Dürrschmidts Roman "Sommer der schlafenden Hunde" bewegt. Im Mittelpunkt stehen Lena und Trice, die einander alles sind: beste Freundinnen, schlimmste Feindinnen und Geliebte. Ihre Beziehung ist von radikaler Nähe geprägt, von Zärtlichkeit ebenso wie von Grausamkeit, von Loyalität ebenso wie von Zerstörung.
Zunächst verbringen die beiden ihre Schulzeit in einer tristen mitteldeutschen Vorstadt, in der sie sich mit einem eigenen Fight Club und Partys im Keller gegen Leere, Enge und Wut stemmen. Später ziehen sie gemeinsam in die Großstadt. Doch zu ihrer Geschichte gehört noch eine Dritte: Sascha, geheimnisvoll, schwer zu greifen und das Zentrum einer toxischen Dreiecksbeziehung, die alle Beteiligten an ihre Grenzen treibt.
Scharf und direkt

"Sommer der schlafenden Hunde" ist als gebundene Ausgabe und E-Book erschienen
Am Ende der Schulzeit stirbt Sascha. Die entscheidende Frage, die über allem liegt, lautet, welche Rolle Lena und Trice bei ihrem Tod gespielt haben. Während eines unerbittlich heißen Sommers bricht die Vergangenheit wieder auf und drängt mit aller Gewalt an die Oberfläche. Der Roman verbindet diese düstere Spannung mit einer präzisen Beobachtung von queerer Nähe, jugendlicher Selbstermächtigung und emotionaler Verwüstung.
Dürrschmidt erzählt von einem Milieu, in dem Liebe nicht rettet, sondern eskalieren kann, und in dem Intimität schnell in Machtkämpfe umschlägt. Gerade daraus bezieht der Text seine Wucht. Die Autorin schreibt in einer Sprache, die direkt ist, scharf und oft von einer Härte, die lange nachhallt. Ihre Sätze funkeln vor Wahrheit und treffen mit voller Wucht.
"Sommer der schlafenden Hunde" (Amazon-Affiliate-Link ) ist jetzt im Aufbau Verlag erschienen. Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite. Jojo Streb hat das Buch für uns ausführlich besprochen: "Ich hassliebe dich mehr als mein Leben".

Autorin Laura Dürrschmidt (Bild: Momo Yamamoto)
Laura Dürrschmidt wurde 1994 in Seligenstadt am Main geboren. Sie studierte Buchwissenschaft und British Studies in Mainz mit Schwerpunkt Typographie, wurde 2020 beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen ausgezeichnet und nahm an der Romanwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung in Edenkoben teil. 2021 erschien ihr Debüt "Es gibt keine Wale im Wilmersee". Heute lebt sie mit ihrer Frau in Leipzig. (dd/pm)
Wir verlosen fünf Bücher
Für die Leser*innen von queer.de hat der Aufbau Verlag freundlicherweise fünf Bücher "Sommer der schlafenden Hunde" zur Verfügung gestellt.
Du willst ein Buch gewinnen? Dann fülle bis Mittwoch, den 15. April 2026, 8 Uhr (Einsendeschluss) das unten verlinkte Gewinnspielformular aus. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen über 16 Jahre. Die Preise werden nicht in bar ausgezahlt. Die Gewinner*innen werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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