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Neue Richtlinie
Trans Frauen nicht mehr bei Frauen-Darts-Turnieren zugelassen
Noa-Lynn van Leuven war schon bei der Darts-WM dabei. Bei reinen Frauen-Wettbewerben darf sie künftig nicht mehr antreten. Der "nächste schwere Schlag für die trans Community", kommentiert die Niederländerin.

Noa-Lynn van Leuven ist die erfolgreichste trans Spielerin der Dartswelt (Bild: DARTS NOW / wikipedia)
- 10. April 2026, 08:41h 2 Min.
Trans Frauen wie die Niederländerin Noa-Lynn van Leuven dürfen im Darts ab sofort nicht mehr an reinen Frauen-Turnieren teilnehmen. Das sieht eine am Donnerstag veröffentlichte Richtlinie der zuständigen Dach-Organisation Darts Regulation Authority (DRA) vor, die der Profiverband PDC übernommen hat. "Damit bin ich praktisch raus", sagte van Leuven in einem bei Instagram veröffentlichten Video.
Die PDC richtet auch die Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace aus, an der van Leuven schon zweimal teilgenommen hat. Bei für Männer und Frauen offenen Turnieren – wie der WM – dürfte sie weiter starten. Die DRA unterstrich, sie sei inklusiv und ermutige alle zu Starts in gemischten Turnieren.
IOC mit ähnlicher Entscheidung
Van Leuven sprach in einem bei Instagram veröffentlichten Video dennoch von einem Rücktritt, den sie sich nicht ausgesucht habe. "Ich habe jahrelang so verdammt hart dafür gearbeitet, um bis hierhin zu kommen. Und nun, mit nur einer Entscheidung, bekomme ich gesagt, dass ich nicht mehr dazugehöre", sagte die 29-Jährige.
Es gehe dabei nicht nur um sie. "Das ist der nächste schwere Schlag für die trans Community, insbesondere nach den jüngsten Entscheidungen, die das IOC getroffen hat", betonte van Leuven.
Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Trans Frauen soll ein Start in der Frauenkategorie künftig untersagt sein, hatte das IOC beschlossen (queer.de berichtete).
2024 als erste Transfrau bei der Darts-WM dabei
Van Leuven beklagte, jeden Tag werde es für trans Menschen schwerer, einfach nur zu existieren oder an Wettbewerben teilzunehmen. "Wir wollen einfach nur sein", betonte die Niederländerin. Sie hatte 2022 eine Hormontherapie begonnen und war im Dezember 2024 als erste trans Frau bei der Darts-WM gestartet (queer.de berichtete). (cw/dpa)














