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Neuer Chef
Dolce & Gabbana: Stefano Gabbana tritt als Vorsitzender zurück
Beim Luxuslabel Dolce & Gabbana gibt es einen Führungswechsel. Stefano Gabbana tritt als Vorsitzender zurück. Der schwule Designer bleibt der Marke aber kreativ erhalten.

Stefano Gabbana (r.) arbeitet weiter mit Domenico Dolce zusammen (Bild: rivo / flickr / by-sa 2.0)
- 10. April 2026, 16:07h 2 Min.
Modedesigner Stefano Gabbana (63) ist mit Wirkung zum 1. Januar 2026 als Vorsitzender des italienischen Modehauses innerhalb der Gruppe Dolce & Gabbana zurückgetreten. Das teilte das Unternehmen nun Medienberichten zufolge mit. Wie unter anderem "Vogue" weiter über das Statement berichtet, habe dies keine Auswirkungen auf seine kreative Arbeit.
Der Rücktritt des 63-Jährigen von seinen Positionen sei demnach "Teil einer natürlichen Weiterentwicklung der Organisationsstruktur und Unternehmensführung". "Dieser Rücktritt hat keinerlei Auswirkungen auf die kreativen Aktivitäten, die Stefano Gabbana im Namen der Gruppe ausübt", fügte das Unternehmen hinzu.
Seit 1985 im Geschäft
Dolce & Gabbana wurde 1985 von dem gebürtigen Sizilianer Domenico Dolce (67) und dem Mailänder Stefano Gabbana gemeinsam gegründet. Das italienische Label wurde schnell zu einer der weltweit bekanntesten Modemarken. Ebenfalls im Januar hat Domenicos Bruder Alfonso Dolce den Vorsitz von Gabbana übernommen, wie das Unternehmen nun weiter mitteilte. Die Marke soll zuletzt wie andere Firmen aus dem Luxusmodesegment unter einer anhaltenden Nachfrageflaute gelitten haben.
Die Strahlkraft des Labels bei großen Preisverleihungen und prominenten Events bleibt aber bestehen. Im Laufe der Jahre hat Dolce & Gabbana zahlreiche Superstars und internationale Persönlichkeiten eingekleidet.
Für bekannte Musikerinnen wie Madonna (67) entwarf das Modehaus aus Italien auch Kostüme für Tourneen. Rapperin Missy Elliott (54), US-Star Beyoncé (44), Mary J. Blige (55) oder der australische Popstar Kylie Minogue (57) ließen sich ebenfalls von den bekannten Designern mit Bühnenoutfits ausstatten.
Die beiden Designer sorgten zugleich immer wieder für Unmut unter queeren Menschen gerade in Italien, etwa durch überschwängliches Lob Gabbanas für Melania Trump kurz vor der ersten Amtszeit ihres Ehemannes. 2015 hatte es einen größeren Shitstorm gegen das Paar gegeben, nachdem sich die Männer in einem Interview des italienischen Magazins "Panorama" verächtlich gegenüber Regenbogenfamilien äußerten und sich gegen künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft ausgesprochen hatten (queer.de berichtete).
2017 sorgte Gabbana für weiteres Kopfschütteln, als er erklärte, er wolle nicht mehr schwul genannt werden: "Das Wort schwul ist von jenen entworfen worden, die ein Label brauchen, und ich möchte nicht aufgrund meiner sexuellen Wahl identifiziert werden" (queer.de berichtete). (spot/cw)














