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  • 12. Oktober 2006 63 2 Min.

Wilna (queer.de) - Die litauische Homo-Gruppe LGL protestiert gegen ein geplantes Gesetz, das die öffentliche "Verbreitung homosexueller Beziehungen" aus Gründen des Jugendschutzes unter Strafe stellen soll. Das "Gesetz zum Schutz von Minderjährigen gegen die schädlichen Auswirkungen öffentlicher Informationen" soll Jugendliche vor Darstellungen von Gewalt und Sex schützen. "Minderjährige gehören zu den verletzlichsten Gruppen in unserer Gesellschaft und haben noch kein gefestigtes Bild des Lebens", so die Begründung des zuständigen Ausschusses. In Bezug auf Homosexualität schreiben die Parlamentarier: "Die Förderung nicht-traditioneller sexueller Orientierung and die positive Darstellung homosexueller Beziehungen könnten negative Auswirkungen auf die körperliche, mentale und moralische Entwicklung der Jugendlichen haben." Ein Problem sei, dass in TV-Serien und Filmen vermehrt schwule und lesbische Figuren auftauchten. Ausschuss-Präsidentin Audronë Pitrënienë konnte auf Anfrage des Nachrichtenportals Delfi nicht sagen, ob damit die Ausstrahlung von Filmen wie "Brokeback Mountain" im Fernsehen verboten wäre: "Der Entwurf ist noch nicht fertig, wir müssen die Einzelheiten noch ausarbeiten", so Pitrënienë. LGL-Vorsitzender Vladimiras Simonko kritisierte die Initiative scharf: "Filme wie 'Brokeback Mountain' gibt es selten und jeden Tag müssen wir Filme über heterosexuelle Liebe ansehen. Bisher bin ich aber trotzdem noch nicht heterosexuell geworden. Das ist eine der absurden Mythen, gegen die wir ankämpfen müssen. Homosexualität ist keine Krankheit." (dk)

-w-

#1 SebiAnonym
  • 12.10.2006, 14:43h
  • Alles klar. Wenn zwei Männer sich im Fernsehen knutschen werden Kinder zu Krüppel. Ist doch logisch.
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#2 madridEUAnonym
  • 12.10.2006, 14:58h
  • Das überrascht mich alles nicht in einem solch klerikal-verklemmten Land wie Litauen, das ich 2002 bereist habe. Wir waren eine spanische Homo-Gruppe und haben vergeblich nach einem schwulen Umfeld gesucht. Wir hatten dann trotzdem unseren Spass untereinander in einem doch recht hübschen Vilnius. Aber wie auch in EU-Polen, so braucht EU-Litauen ebenfalls Zeit für den Anschluss an westliche Vorstellungen von Vielfalt.
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#3 HampiAnonym
  • 12.10.2006, 15:10h
  • @madridEU: Glaubst Du das wirklich selber, dass alle Menschen die eine kritische Einstellung zur Homosexualität haben, verklemmt sind? Und was heisst schon "Vielfalt", gehören die Typen in Holland welche als Pädophile ins dortige Parlament wollen auch dazu? Es gibt nun mal Menschen,die sich bei der Vorstellung von Homo-Sex grausen und ekeln,genauso wie es auch Schwule gibt die sich ekeln bei der Vorstellung wie es ein Mann mit einer Frau zusammen "macht". Beides hat mit Verklemmtsein nichts zu tun, sondern mit Gefühlen, und die wirst Du diesen Menschen bis in alle Ewigkeit nie nehmen können!
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