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- 12. Oktober 2006 1 Min.
Oslo (queer.de) - Die weltweit erste Ausstellung zum Thema Homosexualität im Tierreich ist heute in Oslo eröffnet worden. Das naturhistorische Museum der norwegischen Hauptstadt zeigt in "Mot naturens orden?" ("Gegen die Natur?") Exponate wie ausgestopfte weibliche Schwäne, die zusammen ein Nest hüten oder ein Bild von männlichen Walen, die ihre erigierten Penisse aneinanderreiben. "Wir mögen zu vielen Dingen unterschiedliche Meinungen haben, aber eines ist klar: Homosexualität kann im gesamten Tierreich gefunden werden. Sie ist nicht widernatürlich", schreibt das Museum in einer Pressemitteilung. Der Zoologe Geir Söli, Leiter der Ausstellung, erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Homosexualität wurde bereits in 1.500 Spezies beobachtet." Der sexuelle Trieb sei stark in allen Tieren: "Es ist ein Teil des Leben. Sex macht Spaß", so Söli. Gut zu sehen sei das bei Zwergschimpansen, die allesamt bisexuell seien. Die Ausstellung, die von der norwegischen Regierung finanziell unterstützt wird, ist bereits von einigen Fundamentalisten kritisiert worden. Ein Christ habe Söli gesagt, er und die anderen Organisatoren würden "in der Hölle schmoren". (dk)
Links zum Thema:
» Die Ausstellung (auf Norwegisch)














