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#AidshilfeBleibtStabil

Deutsche Aidshilfe startet Kampagne gegen Rechtspopulismus

Die Deutsche Aidshilfe wehrt sich gegen den Rechtsruck in Deutschland – und stellt sich in einer neuen Kampagne schützend vor Menschen, die unablässig von AfD und Co. attackiert werden.


Die Deutsche Aidshilfe geht gegen den Rechtsruck in Deutschland vor (Bild: DAH)
  • 15. April 2026, 15:48h 2 Min.

Die Deutsche Aidshilfe (DAH) hat die Kampagne #AidshilfeBleibtStabil gestartet – und will damit zeigen, dass "Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit bei uns keinen Platz haben". Das Projekt soll ab sofort bundesweit sichtbar sein.

Im Zentrum der Kampagne stehen sichtbare, einfach nutzbare Materialien und direkte Aktionen. Herzstück sind Sharepics, Sticker, Plakate und Social-Media-Grafiken, die Unterstützer*innen selbst verbreiten können – online wie offline. Als Botschaften will die DAH Sätze verbreiten wie: "Wir stehen zusammen. Für Vielfalt, Respekt und Solidarität" oder "Wir machen Schule. Mit sexueller Bildung für alle". Über den Hashtag #AidshilfeBleibtStabil wird die Kampagne so bewusst als Mitmach-Format organisiert: Jede Person kann Inhalte posten, weiterleiten oder im eigenen Umfeld sichtbar machen.

Parallel dazu soll die klassische Aidshilfen-Arbeit weiterlaufen – und in die Kampagne integriert werden: Teams gehen dabei aktiv auf Menschen zu, verteilen Kondome, Safer-Use-Materialien und Infobroschüren, beraten vor Ort und vermitteln Tests. Das passiert etwa in Clubs und queeren Communitys, in Haftanstalten, in der Sexarbeit oder unter Drogengebraucher*innen.



Mit dem Projekt will die DAH deutlich machen, dass sie "an der Seite der von rechts bedrohten Communitys" stehe. "Rechtsextremes Denken schadet unseren Communitys und der HIV-Prävention", teilte der Verband mit. Man wolle nicht hinnehmen, dass benachteiligte Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. "Uns leitet die Grundhaltung, dass alle Menschen gleichwertig sind und das Menschenrecht auf Gesundheit für alle gilt." Besonders besorgt zeigt sich die DAH, dass trans Menschen "immer mehr zur Zielscheibe eines rechten Populismus" werden würden.

DAH will sich nicht einschüchtern lassen

Auch Aidshilfe-Organisationen würden immer wieder zur Zielscheibe von Angriffen werden. Dennoch lasse man sich nicht einschüchtern, betonte DAH-Vorstandsmitglied Stefan Miller. "Gerade jetzt dürfen demokratische und humanistische Kräfte nicht nachlassen. Diese Kampagne ist auch eine Einladung an alle, die für eine solidarische Gesellschaft einstehen: Zeigt Haltung. Widersprecht, wenn Menschen abgewertet werden. Und bleibt stabil – gemeinsam mit uns."

Die DAH hat bereits in der Vergangenheit immer wieder Position gegen Rechtsextremismus bezogen. So bezeichnete sie die AfD etwa als "unsozial, rassistisch, menschenverachtend". Ihr Urteil: "Die AfD spielt [...] benachteiligte Bevölkerungsgruppen gezielt gegeneinander aus. Dabei inszeniert sie sich als 'Partei der kleinen Leute'. In Wirklichkeit aber will die AfD an der sozialen Grundversorgung der Bevölkerung sparen – und Steuern für Besserverdienende und Unternehmen senken." (cw)

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