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Coming-out im Frühstücksfernsehen

Rapper Ski Aggu lebt angeblich in polyamorer Beziehung – Zweifel in Social-Media

Ski Aggu zeigt sich nach einem Australien-Aufenthalt spirituell verändert – und spricht über sein Leben in einer polyamoren Beziehung. Vorwürfe, dass es sich dabei nur um einen PR-Gag handelt, weist der Rapper zurück.


Nicht nur die Brille ist neu: Ski Aggu (re.) kuschelt im Früh­stücks­fernsehen (Bild: Screenshot Joyn)

  • 17. April 2026, 12:18h 2 Min.

Der 28-jährige Berliner Rapper Ski Aggu sorgt aktuell mit einem ungewöhnlich offenen Umgang mit seiner Sexualität und Beziehungsform für Aufmerksamkeit – und Diskussionen. Bei einem teilweise bizarren Auftritt am Sonntag im "Sat.1-Frühstücksfernsehen" zeigte sich der 28-Jährige gemeinsam mit einem Partner und einer Partnerin und bestätigte damit öffentlich, bisexuell zu sein und in einer polyamoren Beziehung zu leben. Kuss-Szenen vor laufender Kamera unterstrichen den Auftritt. Zudem massierte er Moderatorin Marlene Lufen (55) im Studio die Füße.

Auf Social Media gab es daraufhin Spekulationen, dass der Auftritt von Ski Aggu nur ein PR-Gag gewesen sei, um seinen Imagewandel zu unterstreichen. "Frühstücksfernsehen"-Moderator Chris Wackert (36) erklärte etwa: "Ich wollte nochmal kurz Stellung beziehen zu dem Auftritt von Ski Aggu. Es gab viele Menschen, die das ganz furchtbar fanden. Das ist auch irgendwo nachvollziehbar. Aber bitte, bitte: Ski Aggu ist eine Kunstfigur. Die Musik kann man mögen oder auch nicht, aber in erster Linie war das natürlich PR für eine Art Comeback."

August Jean Diederich, so der bürgerliche Name von Ski Aggu, kommentierte auf Social Media diese Äußerung mit den Worten: "Hey Chris, kleine Sidenote am Rande: Das war keine PR. Ich bin wirklich so. LG Aggu". Die Beziehung sei authentisch.

Der Auftritt fügt sich in einen umfassenden Imagewandel: Nach einer Auszeit in Australien präsentiert sich Ski Aggu mit neuem Look, spiritueller Attitüde und künstlerischer Neuausrichtung. Die Offenheit über seine Beziehung und Sexualität ist dabei Teil eines größeren Narrativs von Selbstfindung und persönlicher Entwicklung.

Mit Otto Waalkes an die Chartspitze

Zuvor war Ski Aggu als ironischer Party-Rapper in Deutschland bekanntgeworden. 2023 erreichte er mit dem Lied "Friesenjung", das er gemeinsam mit dem späteren ESC-Skandalmusiker Joost Klein aus den Niederlanden und dem ostfriesischen Komiker Otto Waalkes aufgenommen hatte, erstmals Platz eins der deutschen (und auch der österreichischen) Charts. Der Titel stellt eine Neuinterpretation von Ottos Comedy-Song Friesenjung von 1993 dar. Dabei hatte es sich um ein ein deutschsprachiges Cover von Stings "Englishman in New York" gehandelt.

Im Jahr darauf schaffte es Ski Aggu mit "Z0rnig" erstmals als Solokünstler auf den ersten Platz der deutschen Single-Charts. Dabei handelt es sich um einen lauten, selbstbewussten Track über Erfolg, Kritik und Status. (cw)