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  • 20. April 2026, 15:17h 2 Min.

Am Samstag versammelten sich viele Menschen in Mönchengladbach, um gegen Queer­feindlichkeit zu demonstrieren (Bild: Queers an der Niers e. V.)

Nach einer Attacke auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach haben am Samstagnachmittag Dutzende Menschen gegen LGBTI-feindliche Gewalt protestiert. Zuvor hatten Unbekannte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eine Glasscheibe des Zentrums zerstört, ein Hakenkreuz auf eine Scheibe geschmiert und daneben geschrieben: "Wir kommen" (queer.de berichtete).

An der Mahnwache nahmen unter anderem Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD) und der Mönchengladbacher CDU-Chef Jochen Klenner teil. Klenner sprach laut der "Rheinischen Post" (Bezahlartikel) seine Solidarität aus und spielte das Lied "Regenbogen­farben" von Kerstin Ott zum Mitsingen auf der Gitarre.

OB Heinrichs zeigte sich auch auf Facebook entsetzt: "Es macht mich wütend und betroffen, dass es Menschen in unserer Stadt gibt, die so einen Angriff verüben", erklärte der offen schwule Sozialdemokrat. Über die Mahnwache schrieb er: "Ich bin froh, dass viele zusammen gekommen sind, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen! Gemeinsam sind wir stark! Mönchengladbach ist eine weltoffene Stadt und dafür stehen wir alle ein."

Der Verein Queers an der Niers, der das Zentrum betreibt, hatte zuvor davor gewarnt, den Angriff zu verharmlosen: "Wer Hakenkreuze hinterlässt und queere Räume angreift, verfolgt ein Ziel: Menschen einzuschüchtern, Angst zu erzeugen und queeres Leben aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen." Man wolle sich aber von solcher Gewalt nicht einschüchtern lassen. (cw)

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