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  • 21. April 2026, 11:38h 2 Min.

Der Max-Spohr-Preis ehrt Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen, die sich für die Gleich­behandlung queerer Menschen einsetzen (Bild: Berufsverband VK)

In den Türmen der Deutschen Bank in Frankfurt am Main hat am Wochenende der queere Berufsverband VK den Max-Spohr-Preis verliehen. Vor mehr als 200 Gästen wurden Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Vielfalt, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander engagieren.

Als bestes Großunternehmen wurde die Mannheimer Personalberatung Hays AG ausgezeichnet. Bei kleinen und mittleren Unternehmen erhielt die Kölner Full-Service-Agentur Allround-Team GmbH den Preis. In der Kategorie "Kommune" siegte die Stadtverwaltung Bielefeld, als beste Institution des öffentlichen Dienstes das Bundeskriminalamt.

Auch Sonderpreise wurden vergeben: Für seine Haltung erhielt der Publizist Michel Friedman einen Max-Spohr-Preis. Im Bereich Kommunalpolitik sind Simon Blümcke, parteiloser Oberbürgermeister von Friedrichshafen, Dirk Gene Hagelstein, SPD-Bürgermeister von Neu-Isenburg, sowie Thomas Kufen, der CDU-Oberbürgermeister von Essen, geehrt worden. Weitere Sonderpreise gingen an den Verein Out in Church, die Hamburger Initiative Welcoming Out sowie Sebastian Krug und die HPSTD-Ambulanz am Universitätsklinikum Essen. Den internationalen Preis erhielt Ukrainian LGBT+ Military.

Die Bewertung und Auswahl der Preisträger*­innen erfolgen auf Basis transparenter Kriterien, etwa Nachhaltigkeit und strukturelle Verankerung von Diversity-Strategien, LGBTIQ+-Inklusion in der Unternehmenskultur oder die externe Kommunikation. Die Diversity-Auszeichnung besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre durch eine unabhängige Jury vergeben.

Der Preis ist nach dem Verleger Max Spohr (1850-1905) benannt, der als einer der ersten Publikationen zum Thema Homosexualität veröffentlichte. Gemeinsam mit dem Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868-1935) und weiteren Mitstreitern gründete er 1897 in Berlin das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee, die erste bekannte Organisation für die Rechte homo­sexueller Menschen weltweit. (cw)

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