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  • 28. April 2026, 05:26h 2 Min.

Thomas Söding ist Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) (Bild: PapstChristian / wikipedia)

Die Praxis der Segnung lesbischer und schwuler Paare in Deutschland bleibt nach Einschätzung des katholischen Theologen Thomas Söding unverändert. "In Deutschland ist das, was mit gleich­geschlechtlichen Paaren passieren soll und kann, mit Rom abgesprochen", sagte Söding am Montag im Deutschlandfunk. "Und daran wird sich nichts ändern."

Mit Blick auf jüngste Äußerungen von Papst Leo XIV. betonte Söding, der Papst lege vor allem Wert auf eine klare Unterscheidung zwischen Segnungen und kirchlichen Trauungen. Diese Linie werde auch in Deutschland eingehalten. Leo hatte sich zuvor kritisch zu entsprechenden Segensfeiern geäußert, nachdem Reinhard Marx im Erzbistum München und Freising Segnungen für geschiedene, wiederverheiratete sowie homo­sexuelle Paare erlaubt hatte (queer.de berichtete).

Nach Södings Einschätzung ist die Segnungspraxis in vielen deutschen Bistümern bereits verbreitet. Neu sei vor allem ein offenerer Umgang damit. Es gehe zunehmend darum, ob öffentlich darüber gesprochen werde oder nicht. Der Vorstoß von Marx schaffe hier mehr Klarheit.

Zugleich verwies Söding auf einen pastoralen Bedarf: Viele Paare suchten den Segen Gottes für ihre Beziehung. Die entsprechende Handreichung in Deutschland ermutige Seelsorger zum Gespräch und Betroffene dazu, aktiv um den Segen zu bitten.

Thomas Söding ist Seniorprofessor für Neutestamentliche Exegese an der Ruhr-Universität Bochum und Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). (cw)

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