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In Sydney

Vor Gericht: Rebel Wilson bezeichnet Verleumdungsvorwürfe als "absoluten Unsinn"

Rebel Wilson hat in Sydney erstmals selbst im Zeugenstand ausgesagt. Die Hollywoodschauspielerin wird von der jungen Australierin Charlotte MacInnes wegen Verleumdung verklagt. Den Vorwurf, sie habe Frauen am Set ihres Regiedebüts schikaniert, wies Wilson scharf zurück.


Rebel Wilson in der Actionkomödie "Bride Hard" (Bild: Constantin Film)

  • 28. April 2026, 14:55h 3 Min.

In Sydney hat sich Rebel Wilson (46) am Dienstag erstmals selbst zu den Vorwürfen geäußert, die seit Monaten an ihrem Ruf kratzen. Die "Brautalarm"-Darstellerin steht im Mittelpunkt eines Verleumdungsprozesses, den die junge australische Schauspielerin Charlotte MacInnes gegen sie angestrengt hat. Den zentralen Vorwurf, sie habe Frauen bei den Dreharbeiten zu ihrem Regiedebüt "The Deb" schlecht behandelt, bezeichnete Wilson laut BBC als "absoluten Unsinn".

MacInnes, die in Wilsons Film eine Hauptrolle spielt, wirft der Schauspielerin vor, ihren Ruf durch eine Reihe von Instagram-Posts in den Jahren 2024 und 2025 beschädigt zu haben. Wilson hatte ihr darin unter anderem unterstellt, eine Beschwerde über sexuelle Belästigung durch die Produzentin Amanda Ghost erfunden und später aus Karrieregründen widerrufen zu haben. MacInnes bestreitet, eine solche Beschwerde überhaupt jemals erhoben zu haben.

Anwaltsteam der Klägerin geht in die Offensive

Auf die Frage der Anklage, ob sie sich selbst als "Verfechterin der Frauen" verstehe, antwortete Wilson mit Ja. Doch Sue Chrysanthou, die MacInnes vertritt, ließ in ihrem Kreuzverhör nicht locker. Sie konfrontierte die Schauspielerin damit, sich öffentlich abfällig über mehrere Frauen aus dem Filmteam geäußert zu haben – darunter MacInnes, Ghost und eine Drehbuchautorin. Wilson bestritt zudem, dass negative Aussagen über Frauen in sozialen Medien überhaupt als schlechte Behandlung gelten könnten – schließlich seien sie "wahrheitsgemäß".

Instagram | Charlotte MacInnes wirft Schauspielkollegin Rebel Wilson Verleumdung vor
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Wiederholt gab die 46-Jährige an, sich an Details nicht erinnern zu können. Eine Beteiligung an Webseiten, die Gerüchte über Ghost und MacInnes verbreitet haben sollen, stritt sie ab. Auch an die Kontroverse von 2018, als sie sich als "erstes Plus-Size-Mädchen" in einer Romantikkomödie bezeichnet hatte, wollte sie sich nicht mehr erinnern. Die Bezeichnung als Lügnerin durch die Anklage nannte Wilson "ungeheuerlich".

Streit um einen Vorfall am Bondi Beach

Im Kern des Verfahrens steht ein Vorfall vom September 2023. MacInnes und Produzentin Amanda Ghost waren am Bondi Beach schwimmen, als Ghost eine allergische Reaktion auf das kalte Wasser erlitt. Zurück in Ghosts Apartment ließ MacInnes ein heißes Bad ein, beide stiegen in Badebekleidung in die Wanne.

Wilson sprach später mit MacInnes über die Szene. Was dabei genau gesagt wurde, ist umstritten. Wilson behauptet, MacInnes habe sich "unwohl" gefühlt. MacInnes hingegen sagte vor Gericht, sie habe die Situation lediglich als "seltsam" oder "bizarr" beschrieben – Wilson habe einen "harmlosen Vorfall" verzerrt und ausgenutzt. Dem Gericht wurden Textnachrichten Wilsons an Ghost vorgelegt, in denen sie schrieb, MacInnes habe "null Probleme" mit dem Vorfall gehabt.

MacInnes klagt auf Schadenersatz wegen Wilsons Beiträgen und fordert, dass Wilson die Behauptungen im Internet nicht wiederholt. Wilsons Anwaltsteam argumentiert seinerseits, MacInnes' Karriere habe unter den Postings nicht gelitten – im Gegenteil, sie habe einen Plattenvertrag erhalten und stehe in einer von Ghost produzierten US-Theaterproduktion auf der Bühne. Wilsons Aussage soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

Rebel Wilson hatte sich 2022 geoutet und ihre Freundin Ramona Agruma vorgestellt (queer.de berichtete). Sie warf daraufhin einer Zeitung vor, sie zum Coming-out gedrängt zu haben (queer.de berichtete). Das Paar erwartet derzeit sein zweites gemeinsames Kind (queer.de berichtete). (spot/cw)

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