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- 18. Oktober 2006 1 Min.
Leipzig (queer.de) - Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen hat vor religiösen Gruppen gewarnt, die eine "Heilung" von Homosexualität propagieren. Die Beratungsstelle sei zum wiederholten Male von Betroffenen kontaktiert worden, die sich aufgrund ihrer Homosexualität bedrängt wurden. Junge Schwule würden "zunehmend von ihrem sozialen Umfeld bedrängt werden, aktiv gegen ihre Homosexualität vorzugehen." Das ADB nannte dabei die Ex-Gay-Gruppen Wüstenstrom und Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft, die um Einfluss in den christlichen Kirchen buhlten.
Verstoß gegen Antidiskriminierungsgesetz?
Das Anliegen der christlichen Gruppen sei diskriminierend, weil es Menschen in ihrer Würde angreife und ihnen "ein vollwertiges Mann-/Frau- bzw. Menschsein" abspreche. "Da es für Heterosexuelle keine vergleichbaren Angebote gibt, mittels Therapie eine homosexuelle Orientierung anzunehmen, liegt offenkundig ein Diskriminierungstatbestand vor", resümiert das ADB. Dabei gebe es seit August das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das festlegt, dass Menschen nicht wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden dürften. Das Antidiskriminierungsbüro ist die zentrale Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für von Diskriminierung Betroffene. (pm/dk)
Links zum Thema:
» ADB-Stellungnahme (als PDF-Datei)
Mehr zum Thema:
» Die Schwulenheiler greifen an (queer.de vom 29.7.04)















Finde es richtig, dass hier das Antidisskriminierungsgesetz greift.
Kein Schwuler oder Lesbe oder Hetero sollte es sich gefallen lassen, irgendwie sich über seine Sexualität rechtfertigen zu müssen oder gar auf bewusste Weise ausgegrenzt und für falsch gebrandmarkt zu werden