https://queer.de/?57849
#WirVerlassenX
SPD, Grüne und Linke verlassen X gemeinsam
Seit der Twitter-Übernahme von Elon Musk haben bereits viele die Social-Media-Plattform verlassen. Jetzt erklären gleich drei im Bundestag vertretene Parteien, dass sie ebenfalls genug haben.

#WirVerlassenX ist der letzte Hashtag von SPD, Grünen und Linken (Bild: IMAGO / Hanno Bode)
- 4. Mai 2026, 15:12h 2 Min.
In einer gemeinsamen Aktion haben SPD, Grüne und Linke ihren Abschied von der Internetplattform X erklärt. "X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken", hieß es in teilweise wortgleichen Erklärungen der drei Parteien und Bundestagsfraktionen.
Politische Debatten lebten vom Austausch, während X zunehmend Desinformation fördere. "Deswegen haben wir uns über Parteigrenzen hinweg entschlossen, unseren Account nicht mehr zu bespielen", hieß es unter dem Hashtag #WirVerlassenX.
Der Kurznachrichtendienst, der unter dem Namen Twitter bekannt geworden war, steht seit der Übernahme durch Elon Musk im Jahr 2022 zunehmend in der Kritik. Nachdem der umstrittene Tech-Milliardär die Plattform für rund 44 Milliarden Dollar gekauft hatte, zogen sich immer mehr Unternehmen, Politiker*innen und Prominente von X zurück.
/ Die_GruenenWir sind weiterhin auf verschiedenen Plattformen präsent und bleiben dort im Austausch. Unter anderem findet ihr uns bei Bluesky: https://t.co/AHu78Weiv6
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (@Die_Gruenen) May 4, 2026
(2/2)
Die Plattform hatte unter der neuen Führung viele bislang geächtete Praktiken wieder erlaubt – etwa homophobe Sprüche oder Holocaust-Leugnung (queer.de berichtete). Daher verließen bereits 2023 viele queere Verbände das Netzwerk, darunter etwa die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Bundesverband Trans* und die Deutsche Aidshilfe.
Nach einem Bericht von "Table.Media" war die neue Aktion von der Politischen Geschäftsführerin der Grünen, Pegah Edalatian, initiiert worden. Nach ihren Worten ist X mittlerweile zu einem "Einfallstor für Desinformation und eine aggressive Debattenkultur" geworden. Die einzelnen Parteigliederungen und Mitglieder könnten allerdings selbst entscheiden, ob sie auf der Plattform bleiben wollen.
An dem Schritt gibt es aber auch Kritik. So erklärte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und Mitglied der Linken: "Ich möchte anlässlich der Aktion #WirVerlassenX an alle Mitstreiterinnen und Mitstreitern appellieren, zu bleiben und nicht den Rechtsaußen und Hatern kampflos X zu überlassen." Die Nachricht postete er auf X. (dpa/cw)
/ UlrichSchneiderIch möchte anlässlich der Aktion #WirVerlassenX an alle Mitstreiterinnen und Mitstreitern appellieren, zu bleiben und nicht den Rechtsaußen und Hatern kampflos X zu überlassen.
Ulrich Schneider (@UlrichSchneider) May 4, 2026
|













