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  • 5. Mai 2026, 10:28h 2 Min.

Spike Lee verteidigt den Film über Michael Jackson (Bild: Montclair Film / wikipedia)

Nach dem Kinostart des Biopics "Michael" werfen zahlreiche Kritiker*­innen dem Werk vor, dass es die Vorwürfe gegen Popstar Michael Jackson (1958-2009) ausblendet. Der Filmemacher Spike Lee (69) stellt sich nun hinter den Film von Antoine Fuqua (60) und weist die Kritik zurück.

Der Film endet erzählerisch im Jahr 1988. Genau dieser Umstand sei entscheidend, betonte Lee in einem Interview mit CNN: Viele Kritiker*­innen würden dem Film Inhalte vorwerfen, die zeitlich gar nicht im dargestellten Handlungsrahmen liegen.

"Wenn du Filmkritiker bist und dich über diese Vorwürfe beschwerst, aber der Film endet 1988, dann kritisierst du ihn für etwas, das nicht in die Timeline passt", sagte Lee. Die ersten öffentlich bekannten Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson wurden jedoch erst 1993 erhoben und sind damit bewusst nicht Teil der filmischen Erzählung.

Lee, der selbst bereits mehrfach in das musikalische Werk Jacksons involviert war – unter anderem durch Musikvideos wie zu "They Don't Care About Us" sowie die Dokumentation "Michael Jackson's Journey from Motown to Off the Wall" aus dem Jahr 2016 – äußerte sich im Gespräch insgesamt positiv über das Biopic. Auf die Frage nach seiner Einschätzung antwortete er knapp: "Ich liebe ihn." Zudem erklärte er, er habe den Film bereits zwei Mal gesehen.

Er kritisierte in dem Interview insbesondere die Art der öffentlichen Diskussion rund um den Film. Gleichzeitig verwies er auf die weltweite Resonanz: Weltweit seien Menschen in die Kinos geströmt und hätten "ihre Liebe gezeigt".

Kontroverse und kommerzieller Erfolg

Die Diskussion um "Michael" reißt seit dem Kinostart nicht ab. Berichten zufolge musste das Biopic während der Dreharbeiten im Jahr 2025 umfassend überarbeitet werden, nachdem rechtliche Prüfungen ergeben hatten, dass bestimmte Inhalte aus früheren Vergleichsvereinbarungen nicht dargestellt werden dürfen. Dadurch seien Teile der ursprünglich geplanten Handlung – darunter auch Szenen im Zusammenhang mit späteren Ermittlungen gegen Jackson – gestrichen worden.

Trotz der Kontroversen entwickelt sich "Michael" an den Kinokassen erfolgreich und zählt zu den bislang umsatzstärksten Filmen des Jahres. Der Film endet zudem mit einer Formulierung, die die Tür zu einem möglichen zweiten Teil offenlässt: "His story continues." (spot/cw)

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