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Dragqueen erzählt von ihrer Jugendzeit

"Weil das der einfachere Weg ist": Olivia Jones wäre früher lieber hetero gewesen

Bei einer Messe erzählt Olivia Jones davon, dass sie als Jugendlicher eine andere sexuelle Orientierung ausgesucht hätte. Sie beklagte, dass sie damals keine Vorbilder gehabt habe.


Olivia Jones blickt zurück auf ihre Jugendzeit (Bild: Superbass / wikipedia)
  • 7. Mai 2026, 14:31h 2 Min.

Olivia Jones hat bei einem Auftritt bei Deutschlands größter Digitalmesse OMR in Hamburg erklärt, dass ihre Homosexualität sie in ihrer Jugendzeit belastet habe: "Das, was ich bin, habe ich mir nicht ausgesucht. Das ist eine Veranlagung. Ich bin anders, ich versuche aber, das Beste daraus zu machen", sagte die 1969 geborene Dragqueen laut "Promiflash" in einem Panel-Talk mit Moderatorin Janin Ullmann. "Aber ich kann hier auch sagen, wenn ich die Wahl gehabt hätte zwischen homosexuell und heterosexuell. Ich hätte, wie wahrscheinlich jeder andere Jugendliche auch, hetero gewählt. Weil das der einfachere Weg ist."

Die 56-Jährige sagte weiter, dass man als Schwuler "einfach Unterstützung und Liebe braucht" und seinem Herzen folgen solle. "Ich hoffe, dass das ein Denkanstoß für viele Eltern ist, ihre Kinder zu unterstützen. Denn Gewalt gegen Schwule steigt wieder, das macht mir große Sorgen."

Geholfen hätte ihr größere Sichtbarkeit: "Trotz Hass im Netz hätte ich mir als Jugendlicher Instagram gewünscht, ich hatte ja überhaupt keine Vorbilder und für mich war es total schwierig, auch Gleichgesinnte zu finden." Heutzutage würden ihr "Hass und Shitstorms" Rückenwind geben. Der Hass habe sich allerdings in den letzten Jahren verändert, weil man ihn heute "anonym ausleben kann".

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Biopic über Olivia Jones im ZDF

Erst am Dienstag wurde in der ZDF-Mediathek das Biopic "Olivia" veröffentlicht, das auch über die Jugendzeit von Deutschlands bekanntester Dragqueen erzählt (queer.de berichtete). Der Film wird auch am kommenden Mittwoch in der ZDF-Primetime ausgestrahlt.

Darin wird auch die Jugendzeit von Olivia Jones alias Oliver Knöbel thematisiert. Die Dragqueen
war in der Kleinstadt Springe in der Nähe von Hannover unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen. Sie sprach zuletzt in Interviews davon, wie einsam sie sich in jungen Jahren gefühlt habe und dass sie auch Suizidgedanken gehabt habe. (dk)

Hilfsangebote bei Suizidgedanken

Kreisen deine Gedanken darum, dir das Leben zu nehmen? Spreche mit anderen Menschen darüber. Die Telefonseelsorge ist etwa anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und 1110222 erreichbar. Weitere Angebote gibt es bei spiegel.de.

In mehreren deutschen Großstädten gibt es spezielle Beratungs- und Gesprächsangebote für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten. Speziell für queere Jugendliche, aber oft auch Ältere, gibt es in Deutschland zudem viele Anlaufstellen und Jugendgruppen, bei denen du Gesprächsangebote und Hilfe, aber auch Freizeitaktivitäten und Freund*­innen finden kannst. Eine kurze Anfrage in Suchmaschinen lohnt sich.
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