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- 19. Oktober 2006 1 Min.
Salzburg (queer.de) - Schwule Schüler haben eine mehr als sechs Mal höhere Selbstmordversuchsrate als heterosexuelle. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der Homo-Gruppe HOSI Salzburg. Demnach berichteten 17 Prozent der Befragten von mindestens einem Suizidversuch. Bei der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil bei 2,5 Prozent. Befragt wurden insgesamt 468 österreichische Männer (90 Prozent Schwule, zehn Prozent Bisexuelle). Nur ein Drittel von ihnen war bereits während der Schulzeit geoutet. Von ihnen erfuhr jeder zweite Diskriminierung in der Schule. Die große Mehrheit beurteilte ferner die Lehrer als inkompetent in Sachen Homosexualität. Die Tiroler Grünen haben nach der Veröffentlichung der Studie bereits gefordert, dass mehr schwul-lesbische Bücher für die Schulbibliotheken gekauft werden sollten. Das sei "eine Chance, Offenheit und Toleranz in Schulen zu bringen". (dk)
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Die Politik schaut nämlich weiterhin zu und macht sich durch die Verweigerung einer offenen, demokratischen und auf Menschenrechten basierenden Sexualerziehung in den Schulen wesentlich mitschuldig.