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Brandenburg

Für queeres Leben und gegen Rechts: Protest in Potsdam

Erstmals sind Christopher Street Day und die "Prüf"-Initiative Seite an Seite durch Potsdam gezogen. Die Bündnisse verbinden sich für queere Rechte und die Überprüfung rechtsextremer Parteien.


CSD Potsdam 2026: Teilnehmer*­innen mit Schild "Liebe über Hass" auf dem Alten Markt (Bild: IMAGO / Martin Müller)

  • 10. Mai 2026, 13:27h 2 Min.

In der Potsdamer Innenstadt haben rund 1.500 Menschen für LGBTI-Rechte und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Der Protest von Christopher Street Day Potsdam (CSD) und der Demokratie-Initiative "Prüf" am Samstag sei friedlich verlaufen, hieß es von der Polizei. Die Veranstalter*­innen sprachen von etwa 3.000 Menschen bei dem Demonstrationszug.

Es war den Angaben zufolge die erste gemeinsame Kundgebung beider Bündnisse in der Landeshauptstadt. Die Initiative fordert die Überprüfung rechtsextremer Parteien. Einen bundesweiten Aktionstag dazu hatte es zuletzt auch im April gegeben. Der CSD tritt seit Jahrzehnten für queere Rechte und Gleichberechtigung ein.

Hitlergruß am Rand vom CSD in Schwedt/Oder gezeigt

Die CSD-Saison 2026 wurde am 11. April im brandenburgischen Angermünde eröffnet (queer.de berichtete). Bis zum Herbst stehen in Deutschland weit über 100 Pride-Veranstaltungen auf dem Programm. Den Abschluss der CSD-Saison 2026 bilden Emmendingen, Herzogenaurach, Kaiserlautern, Landshut und Stendal am 26. September. Die größeren Demo-Paraden etwa in Berlin, Köln, München und Hamburg starten in den Sommermonaten (Alle CSD-Termine 2026 auf queer.de).

Der CSD erinnert an die New Yorker Stonewall-Aufstände im Jahr 1969, setzt ein Zeichen für queere Sichtbarkeit und versteht sich als Protest für gleiche Rechte, Vielfalt und Akzeptanz. Deutschlandweit gab es in den letzten Jahren vermehrt Gegendemonstrationen und Störversuche aus der rechten Szene. Beim ersten Christopher Street Day in Schwedt/Oder vor zwei Wochen hatte eine Person einen Hitlergruß gezeigt (queer.de berichtete). (cw/dpa)

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