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Jede Person müsse "frei von Angst leben können"
UN-Generalsekretär warnt vor wachsender Queerfeindlichkeit
António Guterres stellt klar, dass queere Menschen weltweit gleichbehandelt werden sollten. Die Realität sehe aber gegenwärtig anders aus.

António Guterres: "So zu sein, wie man ist, darf niemals ein Verbrechen sein" (Bild: Xuthoria / wikipedia)
- 13. Mai 2026, 13:52h 2 Min.
UN-Generalsekretär António Guterres hat anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi- und Transphobie am 17. Mai vor Rückschlägen bei der Gleichbehandlung von queeren Menschen gewarnt. "So zu sein, wie man ist, darf niemals ein Verbrechen sein", erklärte der 77-jährige Portugiese.
In den vergangenen Jahrzehnten seine "enorme Fortschritte bei der Förderung gleicher Rechte für LGBTIQ+-Menschen" erzielt worden. "Doch weltweit sehen wir koordinierte Bemühungen, ihre Menschenrechte zurückzudrängen – die Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, das Schüren von Hass, Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger*innen und Kürzungen bei der Finanzierung lebenswichtiger Dienstleistungen. Zum ersten Mal seit Jahren ist die Zahl der Länder gestiegen, die einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisieren", so Guterres.
Wenn Menschenrechte angegriffen werden, gehörten queere Menschen oft zu den ersten, die leiden würden. "Sie werden zu Sündenböcken gemacht und sind größeren Risiken für ihre Sicherheit, Gesundheit und ihr Wohlbefinden ausgesetzt", erklärte der UN-Generalsekretär. Jede einzelne Person müsse aber "frei von Angst leben und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können". Die Vereinten Nationen seien "stolz darauf, an der Seite aller Mitglieder der menschlichen Familie zu stehen – ohne jegliche Diskriminierung".
Instagram | Die UN-Kampagne "Free and Equal" wirbt für queere Gleichberechtigung
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LGBTI-Rechte stehen derzeit weltweit unter Druck. Auch in Deutschland zeigt sich die Regierung vermehrt kritisich gegenüber queeren Rechten. Bundesfamilienministerin Karin Prien will etwa den Aktionsplan gegen Queerfeindlichkeit nicht fortsetzen, weil dies nicht im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei (queer.de berichtete).
Queerbeauftragte der Bundesregierung warnt vor mehr Hass und Hetze
Sophie Koch, die Queerbeauftragte der Bundesregierung, warnt deshalb zum Tag gegen Queerfeindlichkeit vor einer Eskalation: "Queere Menschen erleben wieder mehr Hass, mehr Hetze und mehr Gewalt. Auf der Straße, im Netz und zunehmend auch in politischen Debatten. Besonders trans*, inter* und nicht-binäre Menschen stehen massiv unter Druck", attestierte die SPD-Politikerin. "Rechte, Sichtbarkeit und Sicherheit queerer Menschen sind nicht selbstverständlich. Sie wurden hart erkämpft – und sie müssen entschlossen verteidigt werden. Dabei geht es nicht um symbolische Scheindebatten oder Streit um Flaggen. Es geht um die konkrete Lebensrealität und Sicherheit von Menschen."
Koch stellte klar, dass queere Rechte kein Randthema seien. "Wer queere Menschen angreift, greift unsere Demokratie an. Wer Minderheitenrechte infrage stellt, gefährdet am Ende die Freiheit aller", so die sächsische Landtagsabgeordnete. (cw)














