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Fußball
FIFA-Strafe wegen homophober Rufe bei WM-Gastgeber Mexiko
Immer wieder kommt es in mexikanischen Stadien zu queerfeindlichen Beleidigungen. Der Verband hat kurz vor der WM eine Kampagne gestartet. Die FIFA sperrt nun aber schon Fanblöcke.

Symbolbild: Mexikanischer Fußballfan am Freitag beim Freundschaftsspiel gegen Ghana (Bild: IMAGO / ImagenShop / Yoali Martinez)
- 23. Mai 2026, 09:38h 2 Min.
WM-Mitgastgeber Mexiko kämpft weiter mit queerfeindlichen Beleidigungen durch Zuschauer*innen während Fußball-Spielen. Nachdem es zuletzt wieder zu Vorfällen auch bei Partien der Nationalmannschaft gekommen war, sperrte der Weltverband FIFA Fanbereiche beim Testspiel (2:0) gegen Ghana im Estadio Cuauhtémoc von Puebla.
Der mexikanische Verband hatte die Maßnahme zuvor mitgeteilt. "In Übereinstimmung mit dem Beschluss wurden einige Bereiche gemäß den von der FIFA und den Stadionbetreibern festgelegten Bestimmungen für den öffentlichen Verkauf gesperrt", hieß es in einer Mitteilung des FMF.
Puebla gehört nicht zu den drei WM-Spielorten des Mitgastgebers. Neben Mexiko-Stadt mit dem berühmten Aztekenstadion, wo am 11. Juni Mexiko gegen Südafrika das Turnier 2026 eröffnet wird, sind die anderen Spielstätten nahe Monterrey und Guadalajara.
Ja zur La Ola, Nein zu den Rufen
Mit homophoben Rufen und Beleidigungen hat der mexikanische Fußball schon länger zu kämpfen. "Der mexikanische Fußballverband bekräftigt sein Engagement für die Beseitigung jeglichen diskriminierenden Verhaltens in Stadien", hieß es in dem Statement zur FIFA-Strafe weiter.
Dazu hat der FMF nun kurz vor dem WM-Turnier im eigenen Land sowie in den USA und Kanada auch eine Kampagne unter dem Titel "Die Welle ja, der Ruf nein" gestartet.
Mit der Welle ist die legendäre La Ola gemeint, die vor vierzig Jahren bei der WM in Mexiko entstand und seitdem in Stadien weltweit als Stimmungsmacher dient. Vorgestellt wird die Kampagne von Spielern der damaligen Weltmeister-Mannschaft. (cw/dpa)














