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- 23. Oktober 2006 1 Min.
München/Berlin (queer.de) - In der CSU ist ein Streit um die Anerkennung homosexueller und nichtehelicher heterosexueller Lebensgemeinschaften entstanden. In einer Erklärung wenden sich acht CSU-Bundestagsabgeordnete gegen einen Entwurf des neuen Parteiprogrammes, über das Zeitungen am Freitag vorab berichteten und das heute veröffentlicht werden soll (queer.de berichtete). "Aus guten Gründen hat das Grundgesetz die Familie und Ehe privilegiert und eine Ausweitung des Privilegs auf homosexuelle Lebensgemeinschaften ausgeschlossen", so die Abgeordneten, die von Johannes Singhammer, dem familienpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, angeführt werden. Die Parlamentarier wandten sich dabei gegen die im Programm vorgesehenen Redewendung "Eine Gemeinschaft, die Kinder erzieht, ist immer eine Familie" und warnten vor einer "Aufweichung der Ehe". Dagegen unterstützt die Junge Union in München eine Neuausrichtung der Christsozialen. In einem Positionspapier argumentiert die JU, eine Familie existiere dort, "wo eine Kind-Eltern-Beziehung vorliegt". "Niemand will der Ehe etwas wegnehmen", erklärte dazu JU-Chef Tobias Weiß. "Wir können nicht wie im Programm 1993 so tun, als geben es keine Homosexuellen." Die bayerischen Oppositionsparteien zweifeln jedoch an der Reformfähigkeit der CSU: "Homosexualität ist für viele in der CSU eine Krankheit, keine Lebensform", kommentierte der SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget den Streit. (dk)















wenn die Ehe für alle geöffnet würde...gäbe es keinerlei Probleme und alle hätten einen Schein, einen Trauschein usw.....