https://queer.de/?5816
- 23. Oktober 2006 2 Min.
Bist du beschnitten, und du denkst, es fehlt dir etwas ganz Wichtiges in deinem Leben? Jetzt gibt es den Kunst-Ersatz mit SenSlip
Von Christian Scheuß
Jahrelang haben wir uns von den Jüngern des Cutting Clubs anhören müssen, wie toll und wie viel besser es sei, wenn man beschnitten ist. Das Risiko an Krebs zu erkranken, sei geringer. Die Hygiene sei einfacher. Das Risiko einer HIV-Infektion sinke. Und man könne beim Sex länger durchhalten. Doch jetzt ist Schluss mit all den vermeintlichen Vorteilen, denn aus dem Land der Beschnittenen, den USA, tönen die Wehklagen.
Für manche ist das Tragen von Boxershorts unmöglich, weil die schützende Vorhaut fehlt, die vor Scheuern schützt. Wiederum andere beklagen die fehlende Sensibilität beim Sex. Länger aushalten ist ja schön und gut, aber wenn man dabei nichts fühlt? Die Beschnittenen wünschen sich nichts sehnlicher, als ihre Vorhaut zurück.
Das ginge zwar auch mit kosmetischer Operation, aber das kostet ein Vermögen und ist vom Aufwand her sowieso fragwürdig. Deshalb gibt es jetzt die künstliche Vorhaut, SenSlip genannt. Eine von innen gefütterte Plastiktülle, die man sich für die eigene Größe zurechtschneiden kann. Natürlich muss man zuvor noch den Umfang seines besten Stückes ermitteln, damit aus dem Senslip kein quetschendes SM-Toy wird.
Der flexible Vorhautersatz, den man täglich eine Weile tragen soll, hat nur einen Zweck: Er soll die Haut auf der Eichel wieder sensibler machen. Die ist durch das Freilegen zwangsläufig dicker und damit weniger empfindlich als bei Unbeschnittenen. Als Fetischobjekt eignet sich der SenSlip dagegen weniger. Der Anbieter warnt eindringlich davor, ihn beim Sex einzusetzen. Er könnte sonst irgendwo stecken bleiben…
23.10.2006
Links zum Thema:
» www.senslip.com















Ja und danach trauern... hättet ihr euch vorher mal überlegen sollen!