https://queer.de/?58215
Geständnis auf X
Elon Musk ging aus Transphobie in die Politik
Seit einigen Jahren mischt Elon Musk in der Politik mit. Auf X macht der reichste Mann der Welt nun eine Andeutung, warum er sich für rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte engagiert.

Demonstration gegen die Einmischung von Musk in die Politik vor einem Tesla-Laden in New York City (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
- 2. Juni 2026, 14:08h 3 Min.
Multi-Milliardär Elon Musk hat auf seinem Social-Media-Portal X erklärt, er sei nur wegen seiner Abneigung gegen seine trans Tochter Vivian Wilson in die Politik gegangen.
Konkret antwortete der 54-Jährige auf den Tweet eines reichweitenstarken X-Accounts, das ein Foto aus Wilsons neuer Modelkampagne zeigt. Die 22-Jährige trug dabei Dessous aus der neuen Kollektion einer von Sängerin Rihanna gegründeten Marke (queer.de berichtete).
Dazu gab es den Kommentar: "Wir sollten nie vergessen, dass Elon Musk sich ohne Vivian niemals engagiert hätte, niemals Twitter gekauft hätte, Kamala Harris Präsidentin wäre und die politische Linke die vollständige Kontrolle über den Aufbau von Skynet hätte." Auf diesen Tweet antwortete Musk mit nur einem Wort: "True", zu Deutsch: "Stimmt".
/ elonmuskTrue
Elon Musk (@elonmusk) May 31, 2026
|
Musk hält Transgeschlechtlichkeit seiner Tochter für "woken Gedankenvirus
Musk führte seinen Kommentar zwar nicht weiter aus. In der Vergangenheit hatte der reichste Mann der Welt aber wiederholt seine Abneigung gegen queere Menschen und speziell seine trans Tochter, die sich 2020 geoutet hatte, kundgetan. Musk erklärte etwa 2023 die Trangeschlechtlichkeit seiner Tochter damit, dass sie von einem "woken Gedankenvirus" befallen sei (queer.de berichtete). In ihrer Schule sei sie einer "Gehirnwäsche" unterzogen worden: "Sie ist jenseits des Sozialismus zu einer echten Kommunistin geworden, die jeden, der reich ist, für böse hält." Einige wunderten sich aber darüber, dass ausgerechnet eine Privatschule, die 50.000 Euro im Jahr kostet, einen Hort für den Kommunismus sein soll.
2024 ging Musk sogar noch weiter und erklärte seine Tochter wegen ihrer Geschlechtsidentität für tot (queer.de berichtete). Wilson reagierte auf Social Media mit dem Spruch: "Ich sehe ziemlich gut aus für eine tote Bitch" (queer.de berichtete).
Auch mit seiner Wirtschaftsmacht versucht Musk, queere Rechte einzuschränken: So erklärte er vor zwei Jahren, sein Unternehmen SpaceX ziehe vom linksliberalen Kalifornien in das konservative Texas um, weil die kalifornische Regierung ein Gesetz zum Schutz von homosexuellen und transgeschlechtlichen Schüler*innen beschlossen hatte (queer.de berichtete). Auf seiner Plattform X ließ er zudem homophobe und andere menschenfeindliche Inhalte bis hin zur Holocaust-Leugnung zu (queer.de berichtete). Eine GLAAD-Studie vom Mai kam zu dem Ergebnis, dass X die unsicherste Social-Media-Plattform für queere Menschen sei (queer.de berichtete).
Musk mischt sich nicht nur in den USA zugunsten von Präsident Donald Trump in die Politik ein, auch in Deutschland ist er aktiv: Zur Bundestagswahl 2025 machte er auf X etwa offen Werbung für die rechtsextreme AfD mit Sprüchen wie: "Nur die AfD kann Deutschland retten". Die Unterstützung ging so weit, dass sich Musk sogar live zum offiziellen Wahlkampfauftakt der AfD dazuschalten ließ. (dk)














