Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?58225

Neues Album von ela.

Aus dem Anderssein eine Stärke machen

Auf ihrem neuen Album "Pinke Plüschjacke" verarbeitet die in der Ukraine geborene und im Saarland aufgewachsene Sängerin ela. Erfahrungen von Ausgrenzung, Migration und Selbstbehauptung.


Elżbieta Steinmetz alias ela. wurde als Frontfrau der deutschen Band Elaiza bekannt (Bild: Victoria Passichenko)

Als ela. mit acht Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter nach Deutschland kam, passte ihr Leben in zwei Taschen. Aus der Ukraine ging es über Polen ins Saarland, in ein neues Land, eine neue Sprache, ein neues Zuhause. Kurz zuvor hatte die Musikerin ihren leiblichen Vater verloren. Die Mutter, eine ehemalige Opernsängerin, kaufte vom Erbe des verstorbenen Vaters ein Klavier. Für ela. wurde es zum Ort, an dem Trauer, Fremdheit und Unsicherheit eine Form bekamen.

Das Ankommen war schwer. Andere Kinder kannten sich seit dem Kindergarten, ela. blieb die Neue. "Meine Turnschuhe landeten im Müll. Damit war klar, dass ich nicht dazugehöre", erinnert sie sich. In der Musik habe sie schließlich ihre Zugehörigkeit gefunden.

Integration ohne Anpassung


"Pinke Plüschjacke" ist als LP und digital erschienen

Während andere versuchten, möglichst wenig aufzufallen, trug ela. eine pinke Plüschjacke. Auffällig, weich und kompromisslos anders wurde sie für die Künstlerin zu einem Markenzeichen – und zugleich zu einem stillen Protest gegen Ausgrenzung. Nicht reinpassen bedeutete für sie: gehänselt werden, missverstanden sein, außen stehen. Aus dieser Erfahrung entwickelte sich ihre künstlerische Sprache.

Ihr neues Album "Pinke Plüschjacke" ist eine Hommage an alle Außenseiter*­innen, an Menschen, die nie selbstverständlich dazugehört haben und sich ihren Platz selbst suchen mussten. Integration erscheint darin nicht als Anpassung, sondern als Bewegung nach vorn – mit allem, was eine Person einzigartig macht.

Die Songs erzählen vom Ankommen im Chaos, vom Schmerz des Erwachsenwerdens und vom Wachsen an den eigenen Brüchen. ela. verbindet persönliche Erinnerungen mit einem größeren Thema: dem Recht, anders zu sein, ohne sich dafür kleiner machen zu müssen.

Geboren in der Ukraine, aufgewachsen in Polen und im Saarland, war Musik früh Teil ihres Lebens. Ihre Mutter sang Oper, ihr Vater spielte Gitarre. Später schrieb ela. nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Künstler*­innen, darunter Sarah Connor, Helene Fischer und Michael Patrick Kelly. Einem größeren Publikum wurde sie durch ihren überraschenden Sieg beim ESC-Vorentscheid bekannt – ohne großes Label im Rücken.

Direktlink | Offizielles Video zu "Pinke Plüschjacke"
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Heute arbeitet ela. mit eigenem Studio, Label und Verlag. Die kreative Kontrolle hat sie sich selbst erarbeitet. "Pinke Plüschjacke" (Amazon-Affiliate-Link ) verdichtet diese Geschichte zu einem Album über Verlust, Selbstbehauptung und Zugehörigkeit – und über das Anderssein als Ausgangspunkt einer eigenen Stärke. (dd/pm)

ela. auf Tour

02.09.2026 Hamburg – Bahnhof Pauli
03.09.2026 Hannover – Lux
09.09.2026 Köln – Helios
10.09.2026 Frankfurt – Nachtleben
23.09.2026 Berlin – Badehaus
24.09.2026 Leipzig – Naumanns

Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

-w-