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- 3. Juni 2026, 15:29h 2 Min.

Der CSD veröffentlichte ein Bild des zerschnittenen Plakates auf seiner Webseite (Bild: CSD-WMH)
Kurz vor dem diesjährigen CSD in Wilhemshaven wurden mehrere Plakate, die auf die Veranstaltung am Samstag hinweisen, zerstört oder gestohlen. Das meldete neben den Veranstalter*innen auch die Polizei.
Demnach sei es am Montag zwischen 12 und 18.30 Uhr zu einer Sachbeschädigung an einem Banner des CSD sowie zum "Diebstahl" mehrerer Veranstaltungsplakate gekommen. Eine Zeugin meldete der Polizei, dass ein am Kreisverkehr Jadeallee / Emsstraße angebrachtes Banner beschädigt worden sei. Das etwa zwei mal dreieinhalb Meter große Banner sei über eine Breite von rund 1,80 Metern zerschnitten worden. Die Beschädigung habe zwischenzeitlich provisorisch repariert werden können.
Darüber hinaus seien im Innenstadtbereich von Wilhelmshaven mehrere CSD-Plakate von ihren Anbringungsorten entfernt und entwendet worden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Diebstahls aufgenommen. So werde geprüft, ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht. Zeug*inn, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Täter*innen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04421 942-0 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
"Dass unser Banner zum Start des Pride Month beschädigt wurde, ist enttäuschend. Gleichzeitig zeigt es, dass Sichtbarkeit und der Einsatz für gleiche Rechte weiterhin notwendig sind", kommentierte CSD-Projektleiterin Anke Hieronymus. "Wir lassen uns davon nicht einschüchtern und werden nicht leiser werden", so das Statement auf der Pride-Webseite.
Der sechste Pride Wilhelmshaven (am 6.6.2026) umfasst eine Demonstration ab 14 Uhr und eine Abschlusskundgebung mit Bühnenprogramm und Ständen am Kulturzentrum Pumpwerk. Der Vandalismus sei eine Bestätigung dafür, "wie wichtig der CSD auch im Jahr 2026 noch ist", so die Organistor*innen. Sie rufen deshalb "alle Menschen auf, am 6. Juni gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Respekt, Vielfalt und Demokratie zu setzen": "Wer versucht, uns zurückzudrängen, wird das nicht schaffen. Jede Person, die mit uns auf die Straße geht, setzt ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft. Gerade jetzt brauchen wir möglichst viele Menschen, die Haltung zeigen." (cw)
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