Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
-Politische Werbung-
Diese Bannerkampagne wurde gebucht von der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin. Anlass ist die Bewerbung des 17. Queerempfangs am 23. Juni 2026. Die Kampagne läuft mit 60.000 Einblendungen vom 8. Juni bis zum 21. Juni 2026. queer.de stellt dafür 302,52 Euro netto in Rechnung.
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?58230

Der Göttinger CSD lobte Schüler*­innen des Max-Planck-Gymnasiums, die den Regenbogen bereits am Mittwochmorgen wiederherstellten (Bild: Instagram /csdgoettingen)

In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte am Göttinger Albaniplatz die sogenannte "Regenbogen"-Treppe in den Farben der Deutschlandfahne übersprüht. Das berichtet die Polizei in einer Pressemeldung. Auch seien eine Mauer und eine Gedenktafel an die Bücherverbrennung mit mehreren Parolen beschmiert worden, darunter eine queer­feindliche oder mit dem Akronym "ACAB" (für "All cops are bastards") oder dem Zahlencode "1161" (für "Anti-Antifaschistische Aktion").

Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen und Schmierereien habe das Staatsschutzkommissariat übernommen. Zeug*­innen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0551) 491-2115 bei der Polizei Göttingen zu melden. "Den Umstand, dass sich Schmierereien in Göttingen jetzt auch gegen queere Menschen richten, bewertet die Polizei auch mit Blick auf den bevorstehenden 'Christopher Street Day' am 20. Juni sehr sensibel", so die Mitteilung weiter. "Queer­feindlichkeit und jede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stehen im Widerspruch zu den Werten eines demokratischen und respektvollen Zusammenlebens, für dessen Schutz und Gewährleistung sich die Polizei aus tiefer Überzeugung einsetzt und auch weiterhin unermüdlich einsetzen wird."

Schüler*innen stellten Treppe wieder her

Die Treppe war 2023 aus Anlass des CSD dauerhaft angestrichen worden (queer.de berichtete) – an dem Platz findet regelmäßig und in diesem Jahr am 20. Juni die Abschlusskundgebung des Pride statt. Wie das "Göttinger Tageblatt" mit entsprechenden Bildern berichtet, hatten Schüler*innen des benachbarten Max-Planck-Gymnasiums bereits am Mittwochmorgen reagiert: "Sie schnappten ihre Acrylfarben und versetzten die bunte Treppe wieder in ihren Ursprungszustand."

Der CSD reagierte am Mittwochmorgen in einer Instagram-Story auf dem Vorfall: "Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Schüler*innen des MPG, die unsere Pridettreppe wieder hergestellt haben", hieß es zu Vor- und Danachbildern, die vom Bündnis gegen Rechts veröffentlicht wurden. "Ein Grund mehr, am 20.6. auf die Straße zu gehen und Laut zu sein. Göttingen ist bunt, laut und vielfältig."

Die geschändete Gedenktafel an die Bücherverbrennung werde zudem bereits gesäubert, schrieb die grüne Landtagsabgeordnete Marie Kollenrott bei Instagram: "Queere Sichtbarkeit lassen wir uns nicht nehmen und Geschichtsrevisionismus hat keinen Platz!" Von einem "gezielten Angriff auf queere Sichtbarkeit, auf Vielfalt und auf alle Menschen, die für eine offene Gesellschaft einstehen", sprachen auch die Jusos Göttingen in einer weiteren von vielen Reaktionen. (cw)

-w-