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TV-Tipp

Die schwulen Elite-Krieger der Antike

Zum Pride Month zeigt ORF 2 am späten Freitagabend die "Universum History"-Dokumentation "Die Heilige Schar – Schwule Krieger der Antike" von Lefteris Charitos.


Vor mehr als 2.000 Jahren soll es im antiken Griechenland eine Elitetruppe aus 300 schwulen Kriegern gegeben haben (Bild: ORF)

Es ist eine Heldengeschichte, die wenig bekannt ist, die angezweifelt oder bewusst verschwiegen wurde. Vor mehr als 2.000 Jahren soll es im antiken Griechenland eine Elitetruppe aus 300 schwulen Kriegern gegeben haben – die sogenannte Heilige Schar aus Theben. 150 männliche Paare, die in Liebe und Krieg verbunden sogar die gefürchteten Spartaner besiegt haben sollen.

Neu entdeckte Grabungstagebücher aus dem 19. Jahrhundert und der Skelettfund eines vor mehr als 2.000 Jahren niedergemetzelten Kämpfers rücken diese Überlieferung wieder ins Zentrum der Forschung: Hat es die Heilige Schar tatsächlich gegeben? Die 90-minütige "Universum History"-Dokumentation "Die Heilige Schar – Schwule Krieger der Antike" von Lefteris Charitos versucht die Wahrheit über die angeblichen schwulen Elite-Krieger der Antike herauszufinden. Der Film ist als ORF-Premiere zum Pride Month am Freitag, dem 5. Juni 2026, um 22:31 Uhr in ORF 2 zu sehen. In der ORF-Mediathek ORF ON ist die Doku bereits verfügbar.

Vier Jahrzehnte lang dominiert die Heilige Schar die Schlachtfelder

Die griechische Eliteeinheit, die Heilige Schar, wird 379 v. Chr. von der Stadt Theben gegründet, um die Vorherrschaft Spartas zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die griechischen Stadtstaaten wie etwa Athen, Sparta oder Theben in einem ständigen Machtkampf. Vier Jahrzehnte lang dominiert die Heilige Schar die Schlachtfelder der griechischen Antike, berichtet u.a. Plutarch. Die 300 Mann setzen sich auch gegen zahlenmäßig überlegene Gegner durch und entzaubern sogar das spartanische Heer, dessen Schlagkraft allen griechischen Streitkräften bis zu diesem Zeitpunkt überlegen war. Ist es die Macht der Liebe gewesen, die diese Männer unbesiegbar gemacht hat?

Doch dann tritt Philipp II. von Makedonien auf den Plan. In der Schlacht von Chaeroneia 338 v. Chr. löscht er gemeinsam mit seinem Sohn, dem späteren Alexander den Großen, die Heilige Schar mit einem Schlag aus. Der Heldenmut der Besiegten soll den König zu Tränen bewegt haben. Die Gefallenen werden auf dem Schlachtfeld begraben und geraten in Vergessenheit. Die Schlacht von Chaeroneia besiegelt nicht nur das Ende der Heiligen Schar, sondern auch das Ende der Freiheit des antiken Griechenlands. Sie ist der Beginn einer neuen Ära.

Weitere ORF-Sendungen zum Pride Month

Im Zeichen des Pride Month zeigen ORF 2 und ORF ON darüber hinaus u.a. auch die "dokFilm"-Premiere "Stonewall – Geburtsstunde der Gay Pride" (7. Juni) und den "Universum History"-Zweiteiler "Meilensteine queerer Geschichte" (12. und 19. Juni)

Die Regenbogenparade zieht in diesem Jahr bereits zum 30. Mal über die Wiener Ringstraße. Der ORF begleitet dieses besondere Jubiläum am Samstag, dem 13. Juni: Ein Live-Spezial zur Pride Parade ist ab 12 Uhr auf ORF ON zu sehen. Fanny Stapf und Grazia Patricia moderieren in ORF 1 "Regenbogenparade 26 – Pride and Party" (23:40 Uhr) und präsentieren die Highlights der queeren Demonstration. (cw/pm)

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