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Zustimmung für Ehe für alle sinkt
Gallup-Umfrage: US-Bevölkerung wird wieder queerfeindlicher
Jahrelang ist etwa die Forderung nach der Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Paare im Ehe-Recht in den Vereinigten Staaten immer populärer geworden. Doch damit ist es nun laut einer Gallup-Umfrage vorbei.

Donald Trump krempelt sein Land um, auch wenn es um LGBTI-Rechte geht – und ein Teil der Bevölkerung folgt ihm dabei (Bild: Gage Skidmore / flickr)
- 5. Juni 2026, 13:22h 2 Min.
In den Vereinigten Staaten hat die Zustimmung zur Ehe für alle laut einer seit den Neunzigerjahren jährlich durchgeführten Gallup-Umfrage zum dritten Mal in Folge abgenommen. In diesem Jahr befürworten noch 65 Prozent der Bevölkerung die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht. Im vergangenen Jahr waren es noch 68 Prozent, 2023 sogar 71 Prozent.
Die Abnahme der Akzeptanz ist vor allem auf abnehmende Akzeptanz unter Republikanern zurückzuführen. So befürworteten 2021 und 2022 noch 55 Prozent der Mitglieder der Trump-Partei die Ehe für alle – in diesem Jahr liegt der Wert bei nur noch 37 Prozent. Bei den Demokraten liegt die Zustimmung dagegen bei 87 Prozent – und damit genauso hoch wie im Jahr 2022.
Auch bei der Frage, ob Homosexualität moralisch akzeptabel ist, ist die Zustimmung zuletzt zurückgegangen: von 71 Prozent im Jahr 2022 auf jetzt 62 Prozent. In den letzten vier Jahren ging die Akzeptanz der Republikaner in dieser Frage um mehr als 20 Prozentpunkte zurück.
Trans Menschen werden besonders abgelehnt
Besonders groß ist die Abneigung der Republikaner jedoch gegen eine andere queere Gruppe: Die Akzeptanz von trans Menschen ist regelrecht abgestürzt. 2021 sagten etwa noch 22 Prozent der Republikaner, eine Änderung des Geschlechtseintrags für trans Menschen sei moralisch akzeptabel. Heute sind es nur noch fünf Prozent. Auch die Zustimmung unter Demokraten ging zurück, wenn auch in geringerem Ausmaß – von 67 Prozent im Jahr 2021 auf jetzt 60 Prozent.

(Bild: Gallup)
"Über etwa zwei Jahrzehnte hinweg wurden die Amerikaner aufgeschlossener gegenüber LGBTQ+-Personen und unterstützten deren Bürgerrechte stärker. Diese pro-LGBTQ+-Haltungen erreichten jedoch vor etwa fünf Jahren ihren Höhepunkt und sind seitdem leicht zurückgegangen, vor allem bei den Republikanern", so fasste Gallup die Ergebnisse zusammen. "Dieser Wandel vollzog sich, da konservative Führungspersönlichkeiten gegen Programme für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion Front gemacht haben, die eigentlich dazu gedacht waren, eine größere Akzeptanz für LGBTQ+-Personen und andere historisch benachteiligte Gruppen zu fördern."
Mit der Machtübernahme von Donald Trump im Januar 2025 änderte sich der Ton der Bundesregierung gegenüber queeren Menschen dramatisch. Die religiös geprägte Trump-Regierung bezeichnete den Schutz von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten kürzlich etwa als antichristlich (queer.de berichtete). Der Präsident schimpft insbesondere auf trans Menschen und bezeichnet sie praktisch wöchentlich als Gefahr beispielsweise für die öffentliche Sicherheit. In der amerikanischen Anti-Terror-Strategie werden "pro-transgender" Personen dieses Jahr etwa erstmals als "gewalttätige" Gruppe erwähnt (queer.de berichtete). (dk)














