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Haben Sie schon mal zu Diana Ross gebumst?

Eine Welt aus Disco, House, Sex und Glamour: Einmal im Monat laden Travestiestar Jacky-Oh Weinhaus und Club-Urgestein Mavin zum Diskostübchen im Berliner Ficken3000.


Boys im Diskostübchen (Bild: Jacky-Oh Weinhaus)

Egal ob Lisa Stansfield, Frankie Knuckles, Jessie Ware oder The Shapeshifters. Disco-Musik hat wie kaum ein anderes Genre die Fähigkeit, unterschiedlichste Menschen zu vereinen. Und das mit Recht: Entstanden in den 1970er Jahren, hat sie ihre Wurzeln in der queeren, Schwarzen und lateinamerikanischen Community.

Disco never dies

Eigentlich sollte ihr 1979 ein jähes Ende mit der so genannten "Disco Demolition Night" in einem Baseballstadion in Chicago gesetzt werden. Bei dieser Aktion wurde eine Kiste mit Disco-Schallplatten in die Luft gesprengt. Hintergrund war eine Gegenbewegung gegen Disco unter dem Motto "Disco Sucks!". Unterstützt von grummeligen Rockmusik-Fans ging der Plan jedoch nicht so ganz auf. Zwar ließ der Hype um das Genre, der unter anderem durch Filme wie "Saturday Night Fever" extrem gewachsen ist, allmählich nach. Aber verschwunden ist Disco nie aus unseren Leben.

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Disco through the decades

Seit Jahrzehnten dominiert u.a. House-Musik das Nachtleben weltweit. Und diese bedient sich voller Wonne an Disco. Egal ob in den 80ern, 90ern oder sogar im neuen Jahrtausend. Immer wieder finden Stilelemente dieser großartigen Ära nicht nur Anwendung und Fans sondern auch neue Künstler*innen. George Michael, CeCe Peniston, Agnes, Whitney Houston oder auch Disclosure. Die Bandbreite ist riesig! Und genau deshalb boomen Discopartys immer noch.

Disco, D!cks and Dazzle


Flyer zum Diskostübchen

Seit mittlerweile über einem Jahr veranstalten Travestiestar Jacky-Oh Weinhaus und Club-Urgestein Mavin im Ficken3000 ihre Sause Diskostübchen. Einmal pro Monat entführen sie ihre geneigten Gäst*­innen mit Unterstützung von DJ-Größen wie Divinity oder Dickey Doo in eine Welt aus Disco, House, Sex und Glamour. Die Mischung aus Musik mit Seele, Verruchtheit, Darkroom und Live-Performances kommt mehr als gut an. Das Feedback der Feiernden ist großartig. Und sind wir doch mal ehrlich: Im Darkroom zu Techno rumzumachen ist mainstream. Zu Diana Ross zu ficken hingegen eine ganz andere Erfahrung.

Nur schwul?

Auf die Frage, wie ihre Tür-Policy ist, entgegnen die beiden: "Bei uns sind alle willkommen, die nicht scheiße sind." Mavin: "So wie die Musik die Menschen verbindet, verbinden wir eben Geschlechter, Sexualitäten und kulturelle Backgrounds."

Jacky-Oh fügt hinzu: "Das Ficken3000 war früher ein sehr schwuler Laden, was durchaus seine Berechtigung hat. Ich finde jedoch Offenheit und das Abbauen von Grenzen schrill. Bei der aktuellen politischen Bedrohung, national und international – vor allem auch von oberster Hand – brauchen wir queere Safe Spaces mehr denn je und müssen zusammenhalten. Außerdem: I just need some dolls around, egal ob ich privat oder beruflich unterwegs bin!"


Dolls im Diskostübchen (Bild: Jacky-Oh Weinhaus)

Mavin lächelt: "Und so fand auch anuux den Weg zu uns. Wir wollen den Leuten eben nicht nur eine unvergessliche Nacht bieten, sondern auch noch das gewisse Extra. Egal ob für davor, danach oder direkt bei uns im Darkroom."

Somit finden sich ab und an adrette anuux-Boys nicht nur im Einlassbereich um den Abend noch reizender zu gestalten.

Neugierig geworden? Dann schau doch mal auf anuux.de oder direkt im Diskostübchen vorbei: 6. Juni, 11. Juli oder am 1. August 2026 ab 23 Uhr unter anderem mit GNTM-Teilnehmerin Shira aus Wien an den Decks.

Disco sucks – in a fabulous way! (JOW)

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