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Brandenburg
Neonazis kündigen Protest gegen CSD Eberswalde an
In Eberswalde stehen beim CSD am Wochenende Vielfalt und Akzeptanz im Fokus. Doch die rechtsextreme Gruppierung "Deutsche Patrioten voran" plant eine Gegenversammlung. Die Polizei will Störungen verhindern.

Person mit Fähnchen "Kein Bock auf Nazis" beim CSD Eberswalde 2025 (Bild: IMAGO / Emmanuele Contini)
- 12. Juni 2026, 05:50h 2 Min.
Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen demonstrieren queere Menschen am Samstag bei einem Christopher Street Day (CSD) in Eberswalde für Vielfalt und Akzeptanz. Eine Gegenversammlung aus der rechtsextremen Szene ist geplant. Die Polizei ist im Einsatz, um die Demonstrationen auseinanderzuhalten und Störungen zu verhindern.
Die Initiator*innen der CSD-Demonstration unter dem Motto "Viele Farben – ein WIR" erwarten bis zu 2.000 Teilnehmende. "Wir lassen uns von Hass, Hetze und Ausgrenzung nicht auseinandertreiben", hieß es. Der CSD Eberswalde findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt.
Wie die Polizei mitteilte, meldete die Gruppierung "Deutsche Patrioten voran" eine Gegenversammlung an. Sie wird laut Behörden neonazistischen Jugendgruppen zugeordnet, die auch bereits gegen andere CSDs demonstrierten.
In Eberswalde im Nordosten Brandenburgs (Kreis Barnim) sollen beide Aufzüge am Samstagnachmittag durch die Innenstadt führen. Es werde auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, sagte ein Sprecher der Polizei.
"Beim CSD setzen wir ein Statement für Vielfalt, Akzeptanz und Solidarität", sagte Maximilian Armonies von der CSD-Organisation Eberswalde. Die Demonstration startet um 13 Uhr am Bahnhof und zieht Richtung Innenstadt. Ab 15 Uhr ist eine Abschlusskundgebung geplant.
Auf Instagram schrieben die Pride-Veranstalter*innen: "Passt aufeinander auf, seid am besten mit Friends unterwegs und nutzt die gemeinsame Anreise aus Berlin."
Neonazis auch beim CSD in Frankfurt (Oder)
Der CSD erinnert an die Aufstände der queeren Community in der Christopher Street in New York City (USA) von 1969 und steht für die Sichtbarmachung und Gleichstellung queerer Menschen. In den letzten Jahren gab es vermehrt Gegendemonstrationen und Störversuche aus der rechten Szene (queer.de berichtete). Ende Mai wandten sich Neonazis gegen den CSD in Frankfurt (Oder). Es blieb laut Polizei weitgehend störungsfrei. Es sei unter anderem zu einer volksverhetzenden Äußerung gekommen.
Die deutschlandweite CSD-Saison 2026 begann bereits am 11. April in Angermünde (queer.de berichtete). Den Abschluss bilden Emmendingen, Herzogenaurach, Kaiserlautern, Landshut und Stendal am 26. September. Alle CSD-Termine 2026 gibt es hier. (cw/dpa)













