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Sachsen-Anhalt

Grenzenlose Solidarität: Das war der CSD Merseburg

Unter dem Motto "Queer, laut & solidarisch – für Vielfalt im Saalekreis" demonstrierten am Samstag rund 400 Menschen in Merseburg für mehr Sichtbarkeit und Gleichberechtigung im ländlichen Raum.


In Merseburg mit rund 35.000 Einwohner*innen fand am Samstag zum zweiten Mal ein Christopher Street Day statt (Bild: Jonas Venediger)

In der Dom- und Hochschulstadt Merseburg fand am Samstag der zweite Christopher Street Day (CSD) statt. Gegen 12 Uhr versammelten sich rund 400 Menschen unter dem Motto "Queer, laut & solidarisch – für Vielfalt im Saalekreis" und demonstrierten für mehr Sichtbarkeit und Gleichberechtigung im ländlichen Raum.

Während das Wetter immer wieder zwischen dunklen Wolken, strömendem Regen und durchbrechendem Sonnenschein wechselte, blieb die Stimmung der Demonstrierenden gleichbleibend gut. Der CSD begann auf dem Marktplatz der Stadt Merseburg, wo sich eine große Vielfalt an Ständen und Menschen zusammenfand. Vor Ort informierten etwa die AIDS-Hilfe Halle, Lambda, der LSVD Sachsen-Anhalt und die Hochschule Merseburg. Auch Essen und Getränke wurden für die Teilnehmenden bereitgestellt.

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Klare politische Ausrichtung

"Wir lassen nicht zu, dass etwas anderes da ist als grenzenlose Solidarität!", erklärte CSD-Teilnehmer Mika gegenüber queer.de. "Wir gehören hierhin, und wir werden uns den Platz, den Generationen vor uns erkämpft haben, nicht nehmen lassen!"


Drag-Performance von Pollux auf der Bühne (Bild: Jonas Venediger)

Auf der Bühne wurden Redebeiträge gehalten, es gab eine Drag-Performance der queeren Künstlerin Pollux aus Leipzig, ein DJ-Set sowie Live-Musik. Beiträge unter anderem von Maximaldemokratisch, dem Verein Lambda und weiteren Gruppen machten die politische Ausrichtung des Christopher Street Day deutlich. Beinahe alle Redner*innen betonten, dass der Kampf für Vielfalt untrennbar mit dem Einsatz für Antifaschismus und gegen die AfD verbunden sei.

Einmal queer durch die Stadt

Gegen 14 Uhr startete der Demonstrationszug. Rund 400 queere Menschen und Allies zogen gemeinsam durch die Hochschulstadt und machten laut und unmissverständlich deutlich, dass sie den Einsatz für queere Rechte, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung fortführen werden. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund einer wahrgenommenen Bedrohung durch politische Entwicklungen im Zuge der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Route führte durch weite Teile der Stadt, mit einer kurzen Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof, bevor es zurück zum Marktplatz ging.


Rund 400 Menschen beteiligten sich an der Demonstration durch die Stadt (Bild: Jonas Venediger)

Der Christopher Street Day in Merseburg verlief ruhig. Bis auf eine alkoholisierte, pöbelnde Person während der Anfangskundgebung kam es zu keinen Zwischenfällen. Die Person wurde von der Polizei angesprochen und entfernte sich anschließend freiwillig.

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