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Nach "America's Next Top Model"-Doku

Tyra Banks verklagt Netflix wegen Verleumdung


Tyra Banks moderierte "America's Next Top Model" von 2003 bis 2018 (Bild: ABC)

Tyra Banks (52) geht juristisch gegen Netflix vor. Hintergrund ist ihre Darstellung in der Netflix-Dokuserie "Reality Check: Inside America's Next Top Model", die sich kritisch mit der US-Version von "Germany's Next Topmodel" auseinandersetzte. Das berichtet "People".

Laut einer am Samstag eingereichten Klage wirft Banks dem Streamingdienst demnach vor, ihre Aussagen aus einem mehr als dreieinhalbstündigen Interview massiv gekürzt und nur rund 16 Minuten Material verwendet zu haben. Dieses sei "aus dem Zusammenhang gerissen" und so zusammengeschnitten worden, dass es eine "falsche und diffamierende Narrative" unterstütze.

Banks betont, sie habe sich bewusst offen für eine kritische Auseinandersetzung mit der Show gezeigt – inklusive eigener Fehler und Verantwortung. Die Doku habe jedoch vor allem kontroverse Aspekte zugespitzt und andere Teile ihrer Aussagen, etwa zu "Verantwortlichkeit" und Produktionsentscheidungen, ausgelassen.

Ein zentraler Vorwurf ist, dass die Serie den Eindruck erwecke, Banks habe schwerwiegende Vorwürfe im Zusammenhang mit Kandidatinnen bewusst ignoriert oder falsch eingeordnet. Diese Darstellung sei laut Klage "komplett erfunden" und durch selektive Schnitte konstruiert worden.

Auch weitere Szenen werden beanstandet, darunter Aussagen ehemaliger Beteiligter über fehlenden Kontakt nach gesundheitlichen Problemen. Banks argumentiert, sie habe sehr wohl versucht, Kontakt aufzunehmen, was jedoch in der Doku nicht ausreichend gezeigt worden sei.

Tyra Banks fordert Schadenersatz

Banks fordert Schadenersatz sowie ein Geschworenenverfahren. Sie macht unter anderem finanzielle Einbußen und Rufschädigung geltend. In der Klage wird allerdings kein fester Betrag öffentlich genannt, dieser müsse durch ein Gericht festgelegt werden. Netflix und die beteiligten Produktionsfirmen haben sich bislang nicht öffentlich zu der Klage geäußert.

Die Doku, die im Februar 2026 bei Netflix erschien, hatte bereits zuvor für Diskussionen gesorgt. In ihr wird der Show menschliche Kälte, Ausbeutung und Body-Shaming sowie Nachlässigkeit bei einem sexuellen Übergriff vorgeworfen. Es gab auch Homophobie-Vorwürfe gegen Banks (queer.de berichtete). Während einige ehemalige Beteiligte die kritische Aufarbeitung unterstützen, verteidigen andere Banks und werfen der Serie eine verzerrte Darstellung der Geschichte vor. (spot/cw)

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