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Käfigkämpfer bringt Trump zum Lächeln

Transphobe Verschwörungstheorie bei Trumps Geburtstagsfeier

Bei der martialischen Geburtstagsfeier von Donald Trump auf dem Rasen des Weißen Hauses durfte auch eine transphobe Verschwörungstheorie nicht fehlen.


Zum Geburtstag schenkte Josh Hokit (re.) dem Präsidenten eine maßgeschneiderte Goldkette (Bild: The White House)

Bei seiner 80. Geburtstagsfeier ließ US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf dem Gelände des Weißen Hauses Käfigkämpfe austragen, die im Pay-TV oder auf Streamingplattformen kostenpflichtig übertragen worden sind. Beim Kampfsport-Event "UFC Freedom 250" kam es – wie so oft bei Veranstaltungen der Trump-Regierung – zu einem transfeindlichen Ausbruch, dieses Mal von US-Schwergewichtskämpfer Josh Hokit.

"Ein Gruß an Trump dafür, dass er die Eier hat, so einen Scheiß hier auf die Beine zu stellen", sagte Josh Hokit nach einem Sieg in einem UFC-Kampf im Interview mit Kommentator Joe Rogan. Daraufhin setzte er nach: "Michelle Obama ist ein Mann. Habe ich recht, Amerika?" Das Publikum lachte und applaudierte als Reaktion auf die Äußerung. Auch Trump lächelte laut US-Medienberichten nach der Äußerung gegen Michelle Obama.

/ Timodc | In diesem Tweet eines Journalisten heißt es: "'Michelle Obama ist ein Mann', wurde auf dem Rasen des Weißen Hauses in einem von Bud Light gesponserten Ring gerufen, der nur auf Larry Ellisons Paramount Plus verfügbar ist. Was für eine Art, 'America 250' und die Dämmerung der liberalen Demokratie zu feiern."

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Dass die Gattin des früheren Präsidenten ein Mann sein soll, ist eine der langlebigsten und am weitesten verbreiteten republikanischen Verschwörungstheorien der modernen US-Politik. Über ihren Ehemann Barack Obama gibt es zudem Gerüchte, dass er schwul sein soll. Indem das Ehepaar Obama als unaufrichtig und queer dargestellt wird, versuchen Republikaner oft, die gesamte Präsidentschaft von Barack Obama nachträglich zu delegitimieren. Immerhin sind die Obamas in der Öffentlichkeit beliebter als der augenblickliche Präsident.

Auch Rassismus dürfte eine Rolle spielen: In den USA gibt es eine lange Tradition rassistischer Vorurteile, in denen schwarze Frauen als weniger feminin, dafür aber als physisch zu stark, dominant oder maskulin karikiert werden. Als angeblicher Beweis für Michelle Obamas Trans­geschlechtlich­keit wird ihre "männliche" Körpergröße (1,80 Meter) sowie ihre sportlich-muskulösen Arme und ihr selbstbewusstes Auftreten genannt.

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Hokit ist ein Wiederholungstäter

Hokit hat sich bereits wiederholt transfeindlich geäußert. Im Vorfeld des Kampfes hatte er etwa gesagt, er wolle "trans Athleten verprügeln". Der Trans-Vorwurf ist für den 28-Jährigen auch nichts Neues: Im Januar hatte er nach einem Kampf bereits erklärt: "Brittney Griner ist ein Mann." Griner ist eine lesbische Basketballspielerin, die wie Michelle Obama groß, kräftig und schwarz ist. Sie hatte 2022 für internationale Schlagzeilen gesorgt, weil sie zehn Monate lang in russischer Geiselhaft war und schließlich gegen einen notorischen Waffenhändler ausgetauscht wurde (queer.de berichtete).

Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 queere Rechte, etwa Diskriminierungsschutz, abgebaut und besonders Stimmung gegen trans Menschen gemacht. Diese schloss er etwa pauschal aus dem Militär aus. Zuletzt erklärte die Trump-Regierung gar, dass neben Kartellen und islamistischen Terrorgruppen auch "pro-trangender" Gruppen als Terrorgefahr angesehen werden (queer.de berichtete).

Viele Promis sagten ihre Teilnahme am "UFC Freedom 250" – das offiziell zum 250-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der USA veranstaltet wurde, aber dann als Geburtstagsfeier für Trump umgewidmet wurde – wegen der Politisierung des Events ab. Dazu zählten die eingeladenen Hollywoodstars Adam Sandler, Jared Leto oder Dwayne "the Rock" Johnson. Teilgenommen haben insbesondere Personen aus dem Dunstkreis von Trump, etwa republikanische Abgeordnete und Minister, Soldaten, Facebook-Chef Mark Zuckerberg oder auch Persönlichkeiten wie Boxer Tyson Fury, der ebenfalls für seine Queerfeindlichkeit berüchtigt sind (queer.de berichtete). (dk)

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