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Anfrage von Maik Brückner
Bundesregierung: Noch keine Pläne für World Pride
- 17. Juni 2026, 15:35h 2 Min.

Der World Pride startet nächsten Monat in Amsterdam (Bild: Stichting Pride Amsterdam)
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Anfrage des Linkenabgeordneten Maik Brückner erklärt, dass sie noch keine Pläne für die Beteiligung am Welt-CSD World Pride in Amsterdam habe. Das Event findet dieses Jahr vom 25. Juli bis 8. August statt.
Wörtlich fragte Brückner: Werden sich deutsche Auslandsvertretungen in irgendeiner Form an der diesjährigen World Pride im Amsterdam beteiligen, und wenn nein, wieso nicht?" Das Auswärtige Amt antwortete kurz: "Die Teilnahme der Deutschen Botschaft Den Haag an der diesjährigen World Pride wird derzeit noch geprüft."
"Es sind keine acht Wochen mehr bis zur World Pride in Amsterdam und die Bundesregierung weiß noch nicht, ob sich die deutsche Botschaft in Den Haag daran beteiligen wird", kritisierte Brückner die Antwort. "Offensichtlich hat man es in dieser Frage nicht eilig. Die Schmallippigkeit des CDU-geführten Auswärtigen Amtes lässt darauf schließen, dass man dem Ganzen auch keine besondere Bedeutung beimisst."
Der Oppositionspolitiker kritisierte, dass die Bundesregierung sich zu der Frage nicht inhaltlich äußere. "Das passt leider allzu gut zu der Ignoranz, die Merz, Klöckner und Co. den queeren Communitys und der Pride-Bewegung bisher entgegengebracht haben", so Brückner.
Er kritisierte weiter, dass selbst Auslandsvertretungen liberaler Demokratien ihr Engagement für LGBTIQ-Rechte derzeit zurückfahren würden. "Dieser Trend ist fatal und Ausdruck einer Renationalisierung der internationalen Außenpolitik. Deutschland muss in Amsterdam ein starkes Signal für Freiheit und Menschenrechte setzen. Alles andere wäre ein Rückschlag, nicht zuletzt für Bestrebungen, die World Pride nach Deutschland zu holen", so Brückner.
Derzeit bewirbt sich der Berliner CSD-Verein für die World Pride 2032 (queer.de berichtete). Die Hauptstadt-CDU unterstützt das Vorhaben und schrieb die Bewerbung sogar im Regierungsprogramm fest (queer.de berichtete). (dk)














