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Rainer Benien (SPD) ist seit dem 1. November 2025 Bürgermeister der Stadt Wesel (Bild: SPD Wesel)

Nach zunehmender Kritik am geplanten Christopher Street Day (CSD) in Wesel hat Bürgermeister Rainer Benien (SPD) seine Unterstützung für die Pride-Demo in einem Offenen Brief bekräftigt. Anlass seien vermehrte Beschwerdeschreiben gewesen, die sich gegen die Veranstaltung richten.

Benien verteidigte sowohl die Entscheidung der Stadt, den CSD zu ermöglichen, als auch seine persönliche Rolle als Schirmherr. "Damit verbinde ich ein klares Bekenntnis zu Respekt, Menschenwürde und einem friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt", so der SPD-Politiker. "Unterschiedliche Auffassungen gehören zu einer offenen Gesellschaft. Eine Grenze ist für mich jedoch dort erreicht, wo Menschen pauschal abgewertet, aus dem öffentlichen Raum verdrängt oder in ihrer Würde infrage gestellt werden. Dem trete ich entschieden entgegen."

Die Vielfalt sei "kein Widerspruch zu unserem Gemeinwesen, sondern ein Teil seiner Stärke", betonte der Bürgermeister. Zugleich hob er die Bedeutung grundlegender Rechte hervor: "Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit gehört zu den Grundpfeilern unserer demokratischen Ordnung." Diese schütze sowohl die Veranstaltenden und Teilnehmenden des CSD als auch das Recht, "eine andere Auffassung im Rahmen geltender Gesetze zu vertreten".

Der CSD Wesel findet am 11. Juli 2026 unter dem Motto "Nie wieder still" statt. Die Demonstration beginnt um 15 Uhr auf dem Großen Markt. (mize)

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