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In eigener Sache
Queer-Kollekte 2.0: Wenn wir verstummen, gewinnen die Falschen
Die queere Community braucht eine starke journalistische Stimme – gerade jetzt! Bis zum 31. Juli 2026 benötigen wir 200 neue Unterstützer*innen.
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19. Juni 2026, 15:00h 3 Min.
Über drei Jahrzehnte bin ich nun im queeren Journalismus aktiv. Lange habe ich geglaubt, der Fortschritt sei nicht aufzuhalten. Die Lage für LGBTI werde sich verbessern in Deutschland und der Welt, zwar langsam, aber stetig. Was für ein gewaltiger Irrtum. Hass und Gewalt nehmen zu, unsere hart erkämpften Rechte und sogar unsere Sichtbarkeit werden wieder in Frage gestellt. In diesem Herbst könnte die rechtsextreme AfD ihren ersten Ministerpräsidenten stellen. Es scheint, wir fangen wieder ganz von vorne an.
Der queerfeindliche Rollback spiegelt sich auch in unseren Werbeeinnahmen wider. In den ersten fünf Monaten 2026 fehlen im Vergleich zu den Vorjahren rund 20.000 Euro in unserer eh schon klammen Kasse. Die Bereitschaft von Unternehmen, auch mit Bannern Flagge für die queere Community zu zeigen, ist augenscheinlich gesunken.
Wir kämpfen weiter
Doch aufgeben werden wir nicht. Jetzt schon gar nicht. Die queere Community braucht eine laute, starke und selbstbewusste journalistische Stimme dringender denn je. Und wir, das Team von queer.de und ich als Herausgeber, sind hoch motiviert und bereit, uns trotz aller Widrigkeiten weiterhin für die Community und unsere Rechte zu engagieren. Wir haben so viele Ideen für unser Portal – was fehlt, ist einzig das Geld.
Während das von einem CDU-nahen Unternehmer finanzierte Portal "Nius" mit seiner Queerfeindlichkeit und teils bis in die Massenmedien reichenden rechten Kampagnenmacht viele Millionen Euro Verluste machen darf, müssen wir jeden Cent dreimal umdrehen. Während die durch Steuergelder aufgemotzte AfD ihre Ressentiments auf immer mehr Kanälen verbreiten kann, fehlen uns Rücklagen und Liquidität.
Ohne deine Hilfe steht alles auf dem Spiel
Seit dem Launch von queer.de im Oktober 2003 haben wir schon viele Krisen gemeistert und uns immer wieder neu erfunden. Wir wissen: Die Unkalkulierbarkeit der Online-Welt wird uns auch in Zukunft auf Trab halten. Doch wir sind überzeugt, dass es queer.de geben muss. Wir wissen auch, dass dieses Portal noch so viel besser sein könnte. Doch ohne deine Hilfe steht alles auf dem Spiel.
Mehrere hundert Leser*innen finanzieren unsere journalistische Arbeit bereits seit vielen Jahren aktiv mit. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Auch unsere erste "Queer-Kollekte" im Herbst 2024 war ein Erfolg. Doch den aktuellen Einbruch bei den Werbeeinnahmen fängt die freiwillige Unterstützung bislang nicht auf. Damit uns in wenigen Monaten nicht die Puste ausgeht, benötigen wir bis Ende Juli 2026 mindestens 200 neue Soli-Abos. Die durchschnittliche Unterstützung liegt derzeit bei rund 10 Euro im Monat.
Jetzt bei der Queer-Kollekte 2.0 mitmachen!
Warum es sich lohnt, bei der "Queer-Kollekte 2.0" mitzumachen, erfährst du in unserem weiteren Text "Zehn Gründe für ein Soli-Abo bei queer.de".
Vielen Dank für deine Unterstützung! Wenn wir verstummen, gewinnen die Falschen.














