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Sitcom-Legende

Als Hetero sorgte er für queere Sichtbarkeit: Trauer um James Burrows

Der Regisseur James Burrows, der Sitcoms wie "Cheers", "Will & Grace" und "Friends" prägte, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Stars wie Eric McCormack verabschieden sich von ihrem langjährigen Wegbegleiter.


Archivbild: James Burrows im Jahr 2020 (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire / Charlie Steffens)

Es ist ein schwerer Verlust für die Unterhaltungsbranche: James Burrows, einer der prägendsten Comedy-Regisseure der US-Fernsehgeschichte, ist tot. Der elffache Emmy-Gewinner starb laut einer Mitteilung seiner Familie am Freitag im Alter von 85 Jahren. Über fünf Jahrzehnte hinweg habe er als Regisseur, Mentor und kreative Kraft ganze Generationen der Comedy geformt und Zuschauer*innen weltweit "unermessliche Freude" bereitet, heißt es in dem Statement.

Burrows zählte zu den produktivsten und angesehensten seiner Zunft. Bei der Kultserie "Cheers", die er gemeinsam mit Glen und Les Charles erfand, führte er bei 236 der 270 Folgen Regie. Auch hinter "Will & Grace" stand er – sowohl in der ursprünglichen Reihe als auch beim Revival von 2017 bis 2020. Die Show zeigte mit der Figur des schwulen Anwalts Will erstmals eine offen queere Hauptfigur in einer Mainstream-Sitcom und machte schwules Leben für ein großes Publikum sichtbar.


Erste offen schwule Hauptfigur in einer TV-Serie im frei empfangbaren US-Fernsehen: Eric McCormack und Ben Platt in "Will & Grace" (Bild: NBC)

Seine Handschrift trägt bis heute ein erstaunlich großer Teil der Comedy-Landschaft: 75 Folgen von "Taxi", 49 von "Mike & Molly", 32 von "Frasier" und 15 Episoden von "Friends" inszenierte Burrows. Zuletzt verantwortete er alle zehn Folgen der 2025 erschienenen queeren Serie "Mid-Century Modern" der "Will & Grace"-Schöpfer David Kohan (62) und Max Mutchnick (60). Und das sind nur einige Stationen einer außergewöhnlichen Laufbahn

Große Anteilnahme in Hollywood

Entsprechend groß ist die Anteilnahme aus Hollywood. "Wir haben heute einen Giganten verloren, einen Mentor und einen lieben Freund", schrieb "Will & Grace"-Star Eric McCormack (63) auf Instagram. Burrows sei der "800-Pfund-Gorilla der TV-Comedy" gewesen und hinterlasse "ein unglaubliches Vermächtnis".

Sein langjähriger Agent Rick Rosen von der Agentur WME nannte ihn den besten Comedy-Regisseur in der Geschichte des Mediums. "Taxi"-Star Tony Danza (75) schloss sich auf der Plattform X an: Man habe den Größten aller Zeiten verloren, ohne ihn wäre er heute nicht da, wo er sei.

"Er wird für immer in unseren Herzen bleiben"

Seine früheren "Taxi"-Kollegen Danny DeVito (81) und Rhea Perlman (78) erklärten gegenüber dem "Hollywood Reporter", Burrows habe sie durch 16 Staffeln begleitet und sei der Beste seines Fachs gewesen: "Sein positiver Geist, seine grenzenlose Energie und sein unermüdlicher Einsatz verkörperten alles, was nötig ist, um eine Show zu leiten und das Publikum zum Lachen zu bringen. Er wird für immer in unseren Herzen bleiben."

In einem ausführlichen Instagram-Post bringt auch "Charmed"-Schauspielerin Alyssa Milano (53) ihre Trauer zum Ausdruck. Sie schreibt unter anderem: "Es gibt nur sehr wenige Menschen in der Geschichte des Fernsehens, deren Arbeit geprägt hat, wie wir lachen, wie wir Geschichten erzählen und wie wir das Format der Sitcom verstehen. James Burrows ist einer von ihnen." (cw/spot)

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