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UN-Generalsekretär
Guterres warnt vor Rückschritten bei Aids-Prävention
- 23. Juni 2026, 03:22h 1 Min.
UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts finanzieller Kürzungen vor einem Rückschlag im Kampf gegen Aids und HIV gewarnt. "Die Zahl der Aids-bedingten Todesfälle ist seit ihrem Höchststand im Jahr 2004 um 70 Prozent zurückgegangen. Dieser Fortschritt ist jedoch angesichts drastischer Mittelkürzungen bedroht", schrieb Guterres auf der Plattform X.
Die Leiterin des UN-Programms UNAIDS, Winnie Byanyima, zitierte OECD-Zahlen, die belegten, dass Entwicklungsgelder 2025 um 23 Prozent abgenommen hätten. HIV-Programme in Ländern mit hoher Krankheitslast und niedrigem Einkommen seien davon besonders stark getroffen worden. "In Regionen mit besonders hoher HIV-Belastung ist die Zahl der HIV-Tests um 22 Prozent zurückgegangen", sagte Byanyima. Auch die Finanzierung von Kondomen sei mancherorts um mehr als 90 Prozent gekürzt worden.
Byanyima warnte zudem vor Rückschritten im Bereich der Rechte besonders gefährdeter Gruppen wie Mädchen und Frauen, schwulen Männern, trans Personen oder Sexarbeiter*innen. Zunehmende Kriminalisierung begünstige die Ausbreitung von HIV.
Vor der UN-Generalversammlung sagte Guterres: "Lassen Sie uns eines klarstellen: Aids ist nicht vorbei." Ende 2024 hätten immer noch 9,2 Millionen bedürftige Menschen keinen Zugang zu Behandlungen gehabt. Laut UN-Zahlen starben im selben Jahr etwa 630.000 Menschen an Aids-bedingten Erkrankungen. Das Plenum aller UN-Mitgliedsstaaten hält am 22. und 23. Juni eine Sitzung zum Thema HIV und Aids ab. (cw/dpa)















