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Symbolbild: Hildesheimer Dom (Bild: Ymblanter / wikipedia)

Um Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt eines früheren Priesters im Bistum Hildesheim aufzuklären, sucht die Kirche Zeitzeug*­innen und mögliche Betroffene. Dabei gehe es um Vorwürfe gegen einen inzwischen verstorbenen Priester, der von 1965 bis zu seinem Tod 1972 als Pfarrer in der Gemeinde Heiningen im Landkreis Wolfenbüttel arbeitete, wie das Bistum mitteilte. Um welche Vorwürfe sexualisierter Gewalt es konkret geht, dazu machte die Kirche keine genaueren Angaben.

Im November 2020 hatte nach Angaben des Bistums ein Pfarrer aus der Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel von einer Person, die Kontakt zu einer Betroffenen hatte, einen ersten Hinweis auf den Priester als mutmaßlichen Täter erhalten. Danach lief eine bistumsinterne Recherche an, die zunächst zu keinen weiteren Vorwürfen führte. Im Februar 2025 meldete sich den Angaben zufolge dann ein weiteres Opfer. Das Bistum beauftragte daraufhin im Juni 2025 einen ehemaligen Richter des Landgerichts Hannover mit einer Untersuchung.

Über den Stand der Untersuchung sei nun am Sonntag zusammen mit der Wolfenbütteler Pfarrei St. Petrus in einem Gespräch in der Heininger Klosterkirche informiert worden, teilte das Bistum weiter mit. Die Kirche nahm dies zum Anlass, um weitere mögliche Betroffene und Zeitzeug*­innen zu bitten, sich zu melden, sofern sie Angaben zu Verdachtsfällen von sexualisierter Gewalt machen könnten. Auch in Cremlingen, Oker, Schulenburg und Münchehagen soll der Geistliche gearbeitet haben.

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Seit 2010 ist nach und nach bekanntgeworden, dass katholische Priester in Deutschland mehrere tausend Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben – auch im Bistum Hildesheim. Zur Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt hatte das Bistum mehrere Studien in Auftrag gegeben, eine dritte läuft derzeit.

Das Bistum Hildesheim, in dem fast eine halbe Million Katholik*innen leben, ist eine der ältesten Diözesen Deutschlands und umfasst weite Teile Niedersachsens, Bremen-Nord und Bremerhaven. (cw/dpa)

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