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Potsdam

Die Linke will Sexarbeitende schützen

Die Linke hat sich bei ihrem Bundesparteitag vergangenes Wochenende in Potsdam unter anderem auch für den Schutz von Sexarbeiter*innen ausgesprochen.


Der Bundesparteitag der Linken fand am vergangenen Wochenende statt (Bild: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

Die Linke hat sich bei ihrem Bundesparteitag vergangenes Wochenende in Potsdam unter anderem auch für den Schutz von Sexarbeiter*­innen ausgesprochen. So wurden die Anträge "Solidarität mit
Sexarbeiter*­innen, für Rechte und Sichtbarkeit – Gegen Patriarchat, staatliche Repression und Menschenhandel"
sowie "Solidarische Antworten auf Ausbeutung in der Sexarbeit" angenommen.

"Die Linke positioniert sich damit klar gegen das sogenannte 'Nordische Modell', wie es derzeit von rechten und antifeministischen Kräften vorangetrieben wird", erklärten Maja Tegeler und Daniel Bache, die Bundessprecher*­innen von Die Linke queer. "Solidarität ist endlich Beschlusslage."

Darüber hinaus hat Die Linke queer sich mit zahlreichen Änderungsanträgen zum Leitantrag eingebracht, die teilweise übernommen worden sind. Dadurch bekennt Die Linke sich in ihrem Leitantrag nun u.a. zur Verteidigung des Selbst­bestimmungs­gesetzes und die Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans "Queer leben". Zudem wird die Bedeutung von CSDs im Kampf gegen rechts betont.

Nichtbinäre Person im Bundesvorstand

Mit der nichtbinären Person Luca Renner wurde auch ein ehemaliges Mitglied des Bundessprecher*­innenrat von Die Linke queer in den gut zwei Dutzend Menschen starken Bundesvorstand der Linken gewählt.

Bei dem Parteitag sorgte insbesondere der neu gewählte Linkenchef Luigi Pantisano, der Bruder des Berliner SPD-Queer­beauftragten Alfonso Pantisano, für Schlagzeilen. Für massive politische Empörung sorgte der 46-Jährige mit einer zugespitzten Äußerung im Vorfeld seiner Wahl. Er erklärte in einem Interview, er sehe keinen Unterschied zwischen "der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst".

Die Äußerungen lösten scharfe Reaktionen und Rücktritts­forderungen aus den Reihen der Union aus. Auch beim Linkenparteitag wurde es für Pantisano knapp: Der 46-Jährige, der ohne Gegenkandidat angetreten war, erhielt bei der Parteichefwahl nur 53 Prozent der Delegiertenstimmen. Seine Co-Chefin Ines Schwerdtner wurde indes mit 86 Prozent bestätigt. (cw)

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