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Vorsorge und Früherkennung
Analgesundheit: "Werdet POaktiv"
Die neue Awareness-Kampagne "Die letzten 3cm zählen" will Analgesundheit raus aus der Tabuzone bringen. Auftakt ist ein Infostand beim CSD in München. Geplant ist auch ein Podcast mit dem Titel "Status Po".

Motiv zur Kampagne (Bild: Incyte)
- 24. Juni 2026, 03:07h 3 Min.
Viele Menschen sprechen aus Scham nicht über Beschwerden im Analbereich und gehen deshalb oft zu spät zum Arzt. Auf dieses Problem macht das Biotech-Unternehmen Incyte mit einer neuen Aufklärungskampagne aufmerksam. Unter dem Titel "Die letzten 3 cm zählen" wirbt das Unternehmen für mehr Offenheit im Umgang mit Analgesundheit. Der Titel spielt auf die durchschnittliche Länge des menschlichen Analkanals von drei Zentimetern an.
Begleitet wird die Initiative von einem geplanten Podcast mit dem Namen "Status Po" sowie einem Informationsstand beim CSD in München. Ziel sei es, Vorurteile abzubauen und die Bedeutung von Vorsorge und Früherkennung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, teilte das Unternehmen mit.
70 Prozent haben noch nie von Analkrebs gehört
Anlass für die Kampagne sind Ergebnisse einer repräsentativen YouGov-Umfrage unter mehr als 2.000 Menschen in Deutschland. Demnach haben 70 Prozent der Befragten noch nie von Analkrebs gehört. Mehr als die Hälfte fühlt sich unwohl dabei, über Analgesundheit zu sprechen. Besonders ausgeprägt ist diese Zurückhaltung bei jüngeren Menschen: 62 Prozent der Generation Z und 59 Prozent der Millennials gaben entsprechende Hemmungen an.
Auch beim Thema Prävention bestehen Wissenslücken. Obwohl Humane Papillomviren (HPV) in neun von zehn Fällen mit Analkrebs in Verbindung stehen, kennt nur rund jeder Fünfte HPV als Risikofaktor.
Kampagne will Hemmschwellen abbauen
Mit der Kampagne wolle man diese Informationsdefizite abbauen, erklärte Incyte. Das Münchner Pride-Festival biete dafür eine geeignete Plattform. "Der CSD steht für Sichtbarkeit, Offenheit und Community – Werte, die auch in der Gesundheitsaufklärung unerlässlich sind", erklärte Incyte in einer Pressemitteilung. "Es geht darum, mittendrin zu sein, als Partner aufzutreten und Aufmerksamkeit für Vorsorge und Früherkennung zu schaffen."
Die Initiative wurde gemeinsam mit internationalen Patient*innen-Organisationen ins Leben gerufen. Sie setzt auf einen niedrigschwelligen Ansatz, der medizinische Informationen mit alltagsnaher Ansprache verbindet. Nach Angaben des Unternehmens ist eine frühzeitige medizinische Untersuchung entscheidend für die Erkennung von Erkrankungen in diesem Bereich. Ziel sei es daher, mehr Menschen zu ermutigen, bei Beschwerden rechtzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
Über Analgesundheit ohne Stigmatisierungen sprechen
"Wir müssen aufhören, aus falscher Scham über wichtige Gesundheitsthemen wie Analgesundheit zu schweigen", sagte Martina Gernet, Director Public Affairs bei Incyte. "Mit der 'Die letzten 3cm zählen'-Kampagne wollen wir diese Hemmschwellen einreißen und eine Gesellschaft fördern, in der über Analgesundheit offen und ohne Stigmatisierung gesprochen wird. Werdet POaktiv – denn die letzten drei Zentimeter unseres Körpers verdienen unsere volle Aufmerksamkeit."
Incyte ist ein international tätiges biopharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Therapien in den Bereichen Onkologie, Hämatologie und Dermatologie. (cw)
Links zum Thema:
» Homepage zur Kampagne "Die letzten 3 cm zählen"














